Motivation Reisen SpreadSport Triathlon Wettkampf

Zell am See 2.0 – Triathlon und anderer Späße

Am Mittwochabend erreichten wir zu dritt dann unseren Campingplatz. Wir konnten gerade noch im hellen die Zelte aufschlagen und uns einrichten.

Ich war seit über 10 Jahren das erste Mal wieder campen und ich muss sagen, dass ich mich damit durchaus anfreunden kann. Ein paar Tage ohne Strom, WLAN und mit langen Wegen zu Dusche und Toilette entschleunigen schon immens. Man braucht für alles einfach länger. Und das tat wirklich gut!

der Zeller See
der Zeller See

Wir hätten in und um Zell wirklich viel unternehmen können. Wir hatten einiges im Kopf, aber letztendlich genossen wir bis Samstag einfach nur das Rumliegen in der Sonne, am See.
Wenn wir mal zu einem Kaffee in die Stadt aufgebrochen sind, dann haben wir das mit unseren Rädern gemacht.

Frühstück
Frühstück

Am Samstag startete Jan dann beim offenen Rennen des 70.3 Rennens. Das war Anfang des Jahres der Grund unserer Reise gewesen. Ein bisschen Urlaub in den Bergen, mit ein bisschen Triathlon und den Lieblingsmenschen…da hatten wir wirklich einen guten Plan 😉
Unser Campingplatz hatte die tolle Eigenschaft, dass er direkt an der Laufstrecke lag und so konnten wir am See liegen und wenn Jan kam, schnell aufspringen und ihn anfeuern. Anja und Kevin waren noch zu uns gestoßen und so hatten wir ne Menge Spaß am Streckenrand.

P1060675

In der Stadt beim Zieleinlauf war unterdessen die Hölle los und man begegnete dem gemeinen Triathleten mit all seinen Facetten und in seinem Klischeeauftreten. Das Finishershirt, die Kompressionssocken, die GPS-Uhr am Handgelenk und der Rucksack vom letzten 70.3 Rennen auf dem Rücken. Die ganz harten Hunde erkannte man an den roten „M“’s auf der Wade oder sogar am Hals (!).
Wir entschieden uns dann relativ schnell wieder das Weite zu suchen 😉

Müll an der Verpflegungsstation
Müll an der Verpflegungsstation

Am Samstagmittag zog ich dann vom Campingplatz zu Patrick ins Athletenhaus um. Ich tauschte die Campingplatzatmosphäre gegen angespannte Vorstartstimmung auf einer urigen Almhütte. Es ist interessant mal auf der anderen Seite zu stehen. Nicht diejenige zu sein, die betreut wird, sondern die, die selbst betreut – und die ganze Anspannung aus einer anderen Sicht wahrzunehmen.

Am Tag X war ich mindestens genauso nervös, besonders, als ich Patrick auf der Strecke sah, als er immer wieder den Kopf schüttelte, weil einfach nichts bei ihm ging.
Da erlebt man dann die bitteren Seiten des Sports. Ein Jahr auf einen Wettkampf hintrainieren, um im Vorfeld von soviel Pech heimgesucht zu werden – das ist nicht fair. Und den Wettkampf nicht so beenden zu können, wie man sich das ein Jahr lang gewünscht hat – das ist hart.
Aber nach Regen kommt Sonne und am Ende des Tunnels scheint ein Licht. Patricks Rennbericht.

2015-09-01_13.44.30
eine Klamm irgendwo in den Bergen

Den Abend nach dem Weltmeisterschaftsrennen und den kompletten Montag versuchten wir trotzdem in den Bergen, mit der Sonne und tollen Menschen, die mitgereist waren, zu genießen! Wir badeten in einem Bergbach und sonnten uns auf den Steinen drumherum. Einfach die Ruhe genießen und die Seele baumeln lassen.

2015-09-01_19.34.00
…die Menschen rasten wohl zu wenig
Fortitude!
Fortitude!

…so endet die Geschichte von den sieben Zwergen, hinter den sieben Bergen.
Die erste Mitteldistanz-Weltmeisterschaft auf europäischem Boden fand wirklich vor einer weltmeisterlichen Kulisse statt, die wir so schnell alle nicht vergessen werden.

Leave a Comment