Motivation SpreadSport Training Triathlon Wettkampf

Wozu Kompressionsbekleidung im Sport?

Trailrunning with sleeves Bauerfeind
Trailrunning am Starnberger See – unterstützt von Produktplatzierungen 😉

Das vergangene Wochenende war drückend – für unsere Beine 😉
es stand ganz im Zeichen der Kompression.
Mit Bauerfeind und der Profilwerkstatt verbrachten wir zwei Tage sportelnd am Starnberger See, um die neue Sportlinie von Bauerfeind zu testen.
Neben Bandagen und Einlagen, liegt der Fokus der neuen Produkte auf Kompressionsbekleidung.

Für Oberschenkel- und Unterschenkel gibt es Sleeves in einem starken Kompressionsgrad. Für Reisen z.B. gibt es Kompressionssocken im schwächeren Grad 1.
Das Tragegefühl war erste Sahne. Durch den elastischen und doch komprimierenden Strickfaden fühlte man sich unterstützt, aber nicht erdrückt. Da macht sich wohl die jahrelange Erfahrung von Bauerfeind im medizinischen Hilfsmittelbereich bemerkbar 😉
Doch Tragekomfort hin oder her.
Mir stellte sich zu allererst die Frage: Wozu eigentlich Kompression? Bringt es überhaupt was und wenn ja, was?
Deshalb habe ich einige Studien gelesen und mir folgendes Bild machen können:

Kein Effekt auf Lauf-Leistung…
Die schlechten Nachrichten zuerst. Kompressionskleidung hat keine bedeutenden Effekte auf die Lauf-Leistung (weder für Halb-Marathon, 15-km Trailrunning, 5- und 10-km Lauf noch für den 400-m Sprint). Sie hat auch keinen bedeutenden Effekt auf die maximale Sauerstoffaufnahme, die Laktat-Konzentration im Blut, kardiologische Parameter (Herzfrequenz, Schlagvolumen…) oder die Körpertemperatur.

…aber großen Effekt auf Muskelkater…
Allerdings, und hier fangen die guten Nachrichten an, wurden geringe positive Effekte bei folgenden Parametern gemessen: Zeit bis zur Ermüdung, Laktatabbau und Laufökonomie, sowie eine geringere  spürbare Anstrengung. Und auch die Parameter der Muskelbeschädigung und Entzündung wurden als gering positiv eingestuft.
Und jetzt, Lauscher aufsperren:
das Tragen von Kompressionskleidung hat einen großen positiven Effekt auf Muskelkater und Schmerzhaftigkeit in den Beinen nach der Belastung.

…und hervorragend fürs Reisen
Auch bei langen Flugreisen oder Autofahrten sind Kompressionssocken nützlich. Durch das Sitzen wird die Vena poplitea in der Kniekehle abgeknickt. Dadurch entstehen Abflussbehinderungen. Das Blut staut sich und die Gefahr für die Ausbildung eines Thrombus (Blutgerinnsel in einem Blutgefäß) ist erhöht.
Kompressionssocken erhöhen den äußeren Druck und somit die Fließgeschwindigkeit des Blutes. Auch der venöse Rückstrom zum Herzen wird erleichtert. Unsere Beine werden besser versorgt.
Dadurch schwellen sie ab (bzw. nicht so stark an), weil die Gewebeflüssigkeit verstärkt in die Venen aufgenommen wird und besser abfließen kann.

Das wissen auch die meisten Leistungssportler. Deswegen trifft man kaum noch jemanden an, der ohne Kompression ins Flugzeug steigt oder sich auf lange Autofahrten begibt.

Das Fazit lautet:
Durch Kompression erreichen wir eine leicht herausgezögerte Ermüdung, einen etwas besseren Laktatabbau, sowie eine leicht verbesserte Laufökonomie und eine spürbar geringere Anstrengung – das sind die leicht positiven Effekte.
Weniger Muskelkater und schmerzende Beine nach der Belastung sind die deutlich spürbaren Effekte.
Zur Thrombose-Vorbeugung und für weniger geschwollene Beine bei langen Reisen sind die Socken vor allem zu empfehlen.

Wer Lust auf Bauerfeind hat, der kann sich hier informieren!

Ich packe jetzt langsam meine Koffer für Texas. Am Samstag steige ich in den Flieger – natürlich mit Kompression 😉
Wir hören uns!
 

 

 

 

3 comments on “Wozu Kompressionsbekleidung im Sport?

  1. Ich trage auch seit ein paar Jahren Kompressionsstrümpfe. Angefangen habe ich damit, weil ich im Spätherbst/Winter noch möglichst lange in kurzer Hose laufen wollte. Habe die Strümpfe also eher als wärmendes Textil benutzt 😉 Mittlerweile habe Kompressionsstrümpfe von CEP. Es macht mir Spaß damit zu laufen. Allerdings kann ich gar nicht genau sagen, ob die positiven Effekte bei mir greifen. Egal: Ich trage sie trotzdem 🙂

Leave a Comment