Ernährung Motivation SpreadSport Training Triathlon

Warum Proteine wichtig für Ausdauerathleten sind

Bei vielen Ausdauersportlern hält sich hartnäckig das Bild im Kopf, dass sie bei einer proteinreichen Ernährung schnell zu Popeye-ähnlichen Wesen mutieren.
Denn proteinreich essen doch nur Bodybuilder!

Dass dem nicht so ist, erkläre ich Euch in den nachfolgenden Zeilen.

Das Ziel eines jeden Trainings ist es, seine Leistungsfähigkeit zu verbessern. Eine Trainingseinheit endet oft mit Müdigkeit und vielleicht sogar Muskelkater (Mikrorisse in der Muskulatur).
Nach einer solchen Trainingseinheit dient die Erholung dazu, die Leistungsfähigkeit auf ein normales Level zu bringen und bestenfalls auf ein höheres Level zu bringen und alle Muskelschäden zu reparieren (diesen Effekt nennt man Superkompensation).
Dieser Prozess wird mit jedem Training wiederholt – Müdigkeit, Mikrorisse in der Muskulatur, Regeneration, Reparation. Bestenfalls steigert sich unsere Leistungsfähigkeit, wir werden nicht mehr so schnell müde und regenerieren schneller.

Wenn unsere Muskeln während harter Trainingseinheiten Risse bekommen, dann merken wir das Stunden später in der Form von Muskelkater (es sind lediglich Mikrorissen, keinen Verletzungen, wie Muskelfaserrisse o.ä.).
Diese Risse wollen repariert werden. Und hier kommen die Proteine ins Spiel.
Denn zur Reparatur der Muskelstrukturen brauchen wir sie!
Und deshalb wird nach einem Training oft eine erhöhte Zufuhr an Kohlenhydraten und Proteinen empfohlen, um die Muskeln wieder zu reparieren.
Proteine werden in unserem Körper in die kleinsten Einheiten, die Aminosäuren, zerlegt.
Diese Aminosäuren werden dann absorbiert und zum beschädigten Muskel transportiert. Im Muskel bilden sie die Stränge für neue Proteine.

Wann wir wie viele Proteine in welcher Form aufnehmen sollten wird aktuell noch erforscht.
Erste Studien zeigen aber, dass 20 Gramm Protein nach einer Trainingseinheit eine sinnvolle Menge darstellen und generell alle 2-3 Stunden Proteine zugeführt werden sollten.
Whey-Proteine scheinen am effektivsten zu sein.
Sie scheinen effektiver zu sein als Soja-Proteine, welche wiederum effektiver als Casein zu sein scheinen.

Einige Studien haben außerdem gezeigt, dass eine parallele Kohlenhydratzufuhr (zu den Proteinen) nicht nur die Speicher auffüllen, sondern auch dabei helfen, neue Proteine zu bilden.

Habt also keine Angst vor einer proteinreichen Ernährung!
Bis man Arme wie Popeye oder einen Körper wie Arnie bekommt, bedarf es einiges an Arbeit, Selbstdisziplin (und Stoff)!
Mit einem ergänzenden Krafttraining neben den Ausdauereinheiten und einer proteinreihen Ernährung tut man seinem Körper Gutes und ist weit weg, von einer Bodybuilder-Figur.

Als Quelle diente mir Asker Jeukendrups Text. Dieser ist eine Zusammenfassung eines Reviews der University of Toronto.

Motivation SpreadSport Training Triathlon Wettkampf

Zufriedenheit

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Das Jahr nähert sich rasant dem Ende und so wartet am Ende eines jeden Jahres immer auch ein Anfang eines neuen Jahres.

Ich bin in „Psychologie heute“ auf einen schönen Artikel gestoßen, der den Unterschied zwischen Glück und Zufriedenheit erklärt und ein paar Tipps gibt, wie wir diese Zustände erreichen können.
Für einen guten Start ins neue Jahr…

Wenn es uns gut geht, dann haben wir mit Gefühlen wie Freude, Glück oder Zufriedenheit zu tun.

Freude ist ein kurzfristiges Gefühl. Es ist eine Reaktion auf eine angenehme Situation.

Glück beschreibt das intensivste Wohlbefinden, das langanhaltender als Freude ist, aber kürzer als Zufriedenheit.

Und schließlich Zufriedenheit. Sie ist ein ruhigerer Gefühlszustand, basierend auf einer positiven Grundstimmung. Sie wurzelt in der Persönlichkeit eines Menschen. Sie ist unabhängig von äußeren Ereignissen. In ZuFRIEDEnheit steckt „Friede“, unserer innerer Friede.

Zufriedenheit hängt vom Verhältnis zweier Größen ab: dem Grad der Erfüllung unserer Ansprüche und unserem Anspruchsniveau. Je kleiner die Kluft zwischen diesen beiden Größen ist, desto zufriedener sind wir.

Es gibt folglich zwei Wege zur Zufriedenheit.
Wir können entweder daran arbeiten unsere Träume und Wünsche zu erfüllen.
Oder sie aufgeben und der Situation anpassen, quasi unsere Ansprüche senken.

Ansprüche zu senken bedeutet nicht, zu resignieren, sondern lediglich zu erkennen, wann Tatendrang wirklich sinnvoll ist und wann eben nicht.

An unseren Träumen zu arbeiten, fällt uns oft viel leichter, als sie zu begraben.

Für eine Zufriedenheit lohnt es sich, Gelassenheit zu üben – denn irgendetwas gibt es immer zu tun. Deshalb muss man manche Sachen eine Weile im „suboptimalen“ Zustand „sein“ lassen.

Nicht so viel bewerten und urteilen ist ein erster Schritt für mehr Gelassenheit. Wir betrachten uns selbst mit einem weniger strengen Blick und es macht uns auch milder im Umgang mit anderen Menschen.
Lasst uns mehr über die Vielfalt der Welt staunen!

Kein Ereignis und kein anderer Mensch macht uns das Leben schwer, sondern lediglich unsere Bewertung.

Unser Geist denkt dauernd, weil es seine Aufgabe ist. Aber nicht alles was er produziert ist sinnvoll. Um das zu erkennen, kann Meditation hilfreich sein.
Die eigenen Grenzen erweitern und über den eigenen Horizont hinausblicken, das macht glücklich und zufrieden!

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Was ich bei meiner Spanischlehrerin gelernt habe, anstatt Spanisch zu sprechen

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Als ich heute nach der Arbeit bei meinem Lieblings-Gemüsehändler war, wollte ich für das Abendessen nur schnell das Übliche in den Korb packen, bis mein Blick an den Kochbananen hängen blieb.

Und plötzlich hatte ich einen Flashback.
Damals, in der 9. Klasse muss es gewesen sein. Als ich eigentlich Spanisch lernen sollte.
Doch das lief etwas schief, da meine Lehrerin zwar perfekt Spanisch sprach, allerdings fast kein Deutsch.
An was es ihr, als Kubanerin, aber nicht mangelte, war südamerikanisches Temperament.
Und so kochten wir zum Beispiel in der Schulküche und ich lernte statt Spanisch, wie man köstliche Patacon zubereitet.
So heißen die fritierten Kochbananen in der südamerikanischen Landesküche.
Sie nehmen in den südlichen Ländern die Funktion unserer Kartoffel ein und sind ein Grundnahrungsmittel.

Ich hatte seitdem nie wieder Kochbananen auf dem Teller und so beschloss ich, das schleunigst zu ändern. Ich zauberte mir Patacons mit Paprikagemüse, Kokosmilch und frischer Mango und weil ich so begeistert davon war und es immer noch schmecke, teile ich mein Rezept mit Euch.

Patacon:
2 Kochbananen schälen. Am Besten schneidet Ihr die oberen Enden ab und brecht die Schale dann auf.
Anschließend in 2-3 cm dicke Scheiben schneiden und in einer Pfanne mit Öl von beiden Seiten gold-braun anbraten. Gut salzen!


Nun müsst ihr die einzelnen Bananenscheiben platt drücken, damit sie auch innen richtig weich werden und weiter braten, bis sie knusprig braun sind.

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Platt gedrückt und knusprig gebraten

Gemüse:
1 Zwiebel, 2 Paprika und 1 Mango schälen und in kleine Stücke schneiden.
Zuerst die Zwiebeln anbraten, dann Paprika dazu und zum Schluss kurz die Mango in die Pfanne geben.
Etwas Kokosmilch dazugeben und mit Curry, Pfeffer und Salz würzen.

Fertig!
¡Buen provecho!

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Wenn Ihr es ausprobiert, schreibt doch mal kurz, wie es Euch geschmeckt hat 🙂

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Was brauche ich wirklich für meinen ersten Triathlon?

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veröffentlicht auf achim-achilles.de

Benötigt ein Triathlon-Anfänger ein Carbonrad? Wetsuit? Unbedingt, findet Achim. Nicht wirklich, sagt dagegen unsere neue Triathlon-Bloggerin Laura-Sophie (und sie hat mehr Ahnung als Achim). Was man als Einsteiger in den Dreikampf wirtklich braucht.

Will ich als Sporteinsteiger an einem Laufwettkampf teilnehmen, so brauche ich ein Paar Laufschuhe und Funktionsklamotten, um gut durch den Wettkampf zu kommen.

Will ich einen Triathlon machen, sehe ich mich da schon vor eine größere Herausforderung gestellt. Bekommt man doch zu Ohren, dass ohne ein Carbonrad mit high-end ultra-lightweight Laufrädern und dem entsprechenden Aerohelm gar nichts geht.

Geschweige denn ohne die verspiegelte Schwimmbrille und den neuen Wetsuit mit SCS-Beschichtung. Am Handgelenk muss selbstverständlich das neueste GPS-Uhrenmodell glänzen – eine Selftracking-ich-kontrolliere-alles-und-kann-damit-auch-die-Weltherrschaft-übernehmen-Uhr.

Liebe Neulinge, herzlich Willkommen im Triathlonzirkus.

Eine Manege mit lauter bunten Clowns. Dieser Vorstellung beizuwohnen bereitet auf der einen Seite unglaublich viel Spaß und Freude, auf der anderen Seite lässt sich damit natürlich auch viel Geld machen (und ausgeben).

Deshalb darf man sich gerade zu Beginn nicht von Materialfetischisten einschüchtern lassen. Für einen Triathlon braucht man Sachen, die man als Sportbegeisterter meistens sowieso schon hat.
Wir alle machen doch den Sport, für die Bewegung willen und nicht, weil wir eine neue Geldanlage suchen, oder?

Was Ihr für Euren allerersten Triathlon braucht

1. Badehose/ Badeanzug: In den Wechselzonen kann man sich für die jeweiligen Disziplinen umziehen. Einfacher und etwas schneller geht es für ambitioniertere Einsteiger, wenn man mit einem Triathlonanzug an den Start geht. Den lässt man vom Schwimmen bis zum Laufen an und muss sich nicht umziehen. Er ist aber kein Muss.

2. Schwimmbrille: Bei der Schwimmbrille kann man nicht allzu viel falsch machen. Man sollte gut durchsehen können, aber das versteht sich ja von selbst.

3. Fahrrad: Fürs Radfahren braucht ihr ein funktionsfähiges Fahrrad, wer hätte das gedacht.

Das Rad kann gegebenenfalls geliehen sein. Am besten eignet sich natürlich ein Rennrad, aber viele Neulinge gehen bei ihren ersten Wettkämpfen auch mit einem Mountainbike an den Start. Die Anschaffung eines Rennrads empfiehlt sich, wenn man mit Sicherheit einige Jahre damit fahren will.

Zum Ausprobieren ist ein MTB auch total in Ordnung. Außerdem haben Mountainbike-Fahrer meinen größten Respekt, da sie sich jeglicher Materialschlacht entziehen und ihren Spaß am Sport in den Vordergrund stellen. Hut ab!

Kurze Hintergrundinfo: mit einem MTB ist man in der Regel langsamer, als auf dem aerodynamischen Gegenstück, dem Rennrad. Das MTB hat nämlich dickere Reifen und besitzt somit einen höheren Rollwiderstand. Außerdem ist es nicht so aerodynamisch gebaut.

4. Radklamotten. Der Helm darf natürlich nicht fehlen. Der passende Sitz wird am Eingang der Wechselzone kontrolliert. Hier ist mit den Wettkampfrichtern auch nicht zu spaßen.

5. Laufbekleidung und Laufschuhe: Das Laufequipment sollte wohl die geringste Herausforderung für den Läufer darstellen. Passende und bequeme Laufschuhe dürfen es sein.

Das reicht. Diese Dinge brauchst du! Alles andere ist Feintuning.

Bei diesem Tuning musst du dich fragen, wie ehrgeizig du den Wettkampf bestreiten willst, was deine Ziele sind und wie viel Geld dir ein paar Sekunden oder Minuten wert sind.

Und jetzt, da Ihr gar keine Angst mehr haben müsst, auf zur Planung eures ersten Triathlons!

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In der Natur gibt es nichts, das nicht schön ist!

   

 
Ich tausche meine geheizte Wohnung mit fließend Wasser in Frankfurt gegen eine Berghütte in der Schweiz.
Ohne warmes Wasser, ohne Heizung, ohne Dusche.
Dafür mit Brunnen, Kamin, Schlafsack und Plumpsklo. Trotzdem oder gerade deshalb erlebe ich eines der schönsten Wochenenden überhaupt.

Traumhaft spartanisch und der Natur so nah, wie kaum woanders.

  

Die Bergtour die wir am Samstag gehen hat es in sich. 1600 Höhenmeter Aufstieg über die Kleine Scheidegg bis zum Lauberhorn.

  

Auf knapp 2400m hat es Mitte November immer noch 5 Grad und strahlenden Sonnenschein. Mit Blick auf Aiger, Mönch und Jungfrau bin ich einfach glückselig und dankbar.

  

Wir steigen über die kultige Lauberhorn-Abfahrtsstrecke bis Wengen ab und spüren unsere Oberschenkel danach kaum noch.

Aber wir sind 7 Stunden in der einsamen Stille und den Wäldern des Berner Oberlands unterwegs. Die Sonne immer im Gesicht.

Geduscht wird mit der Gieskanne, gegessen vorm Kamin.

Es gibt kein Plätzchen Erde, wo ich an diesem Wochenende lieber hätte sein wollen.

  

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Warum Sportler die glücklicheren Menschen sind

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Dass Sport glücklich macht weiß ich schon lange, doch wie gelangt man zu diesem Glück?
Der Schlüssel ist wohl das Erleben der Gegensätze und die Bewegung in der Natur, die unsere Wahrnehmung schärft. Denn in der Natur gibt es nichts, das nicht schön ist.

Als ich vor Kurzem „Der stete Lauf der Stunden“ von Justin Go laß, kam ich mit dem Sport mal auf ganz neue Art&Weise in Berührung.
Es ist ein Roman, der u.a.von der ersten britischen Mount-Everest-Expedition in den 20er Jahren handelt.
Und dabei schafft Justin Go mit seinem Hauptcharakter Ashley Walsingham einen passionierten Bergsteiger und Extremsportler, der die Leidenschaft des Bergsteigens perfekt verkörpert.

Mein Lieblingszitat von ihm:
„Ein dauerhaftes Glück ist mein Glück, denn alles auf der Welt lässt sich nur durch seinen Gegensatz wahrnehmen. Erst die schmerzenden Muskeln verwandeln ein normales heißes Bad in sinnliche Offenbarung.“

Wenn ich darüber nachdenke, fallen mir zahllose weitere Gegensätze ein, die uns der Sport beschert:
Die Ruhe nach der Anstrengung; das Essen nach einem Hungerast; die Abfahrt nach einem langen Anstieg; der Erfolg, nach der Niederlage; die Freiheit nach einer Verletzung.
Der Sport schärft unsere Sinne und lässt uns „einfache“ Dinge viel intensiver erleben.

Ich bedauere oft Menschen, die sich über Kleinigkeiten ärgern, ständig nur jammern und meckern.
Ich frage mich dann immer: Warum lernen sie nicht mit ihren Problemen oder Unzufriedenheiten umzugehen und Lösungen dafür zu finden?
Erkennen Sie denn nicht den Wert des Lebens?
Ich denke, wären diese Leute Sportler könnten Sie es besser!
Denn man kann an den Widerständen wachsen.

Im Buch gibt es eine Passage, die das wunderbar auf den Punkt bringt. Ashley erzählt:
„Es sind die kleinen Dinge, die einen herabziehen: verspätete Züge, verbrannte Desserts, zugige Zimmer.
Ich habe auf keinem Berg so elendig gefroren, wie in einem zugigen Zimmer.
Man kann an Widerständen wachsen, aber die meiste Zeit sorgen wir uns um das verbrannte Dessert.
Man muss wirklich kämpfen um zu erkennen, was das Leben ist und erst dann wird einem bewusst wie völlig belanglos ein verbranntes Dessert ist.“

Dieses Kämpfen lernt man im Sport! Nicht nur, aber vor allem!

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Abenteuer Türkei

Triathlon

 

Eine Reise lebt von den Menschen denen man begegnet, von der Mentalität dieser Menschen und den Erlebnissen, die am Ende eine bunte Geschichte ergeben.

 

Belek City
Belek City

Allzu bunt fällt die Geschichte dieser Reise in vielen Teilen leider nicht aus.
Während unseres Aufenthalts in der Türkei hofften wir vergeblich auf Menschen, die uns ihr Lächeln schenkten und uns mit Herzlichkeit begegneten.
Etwas beängstigend, bedenkt man, dass diese Menschen doch vom Tourismus leben.
Die Tatsache, dass wir in einem All-Incluse-Hotel wohnten, konnte es jetzt auch nicht rausreißen. Im Speisesaal herrschte ein harter Kampf um die meisten Kalorien. Als Triathlet isst man (gerade vor einem Wettkampf) ja selbst Unmengen, aber das Benehmen der Urlauber und die Einstellung zum (Fr)essen hat mich wirklich schockiert. Mit welcher Treistigkeit und Unverschämtheit sich die Teller vollgeschaufelt wurden…Vermutlich muss man sich jeden Cent, den man bezahlt hat wieder zurückholen.

Mit Linda, Flo, Johannes, Paul und Matthias hatten Patrick und ich aber angenehme Zeitgenossen, mit denen wir wenigstens untereinander lachen konnten 😉
Die Jungs waren alle zum Ironman 70.3 hergekommen, wir zwei Mädels zum Supporten.

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Da der Wettkampf zum ersten Mal in der Türkei ausgetragen wurde, fehlte es in der Vorbereitung und Organisation etwas an Erfahrung und im Wettkampf an etwas Fingerspitzengefühl – zum Beispiel wenn ich an die wilden Zeitstrafenverteilung des Kampfrichters auf dem Rad denke.
Die Radstrecke war ziemlich abenteuerlich. Wir sind sie zuvor mit dem Auto abgefahren. Ich wäre sie nicht mal im Training freiwillig gefahren un die Jungs mussten sich im Wettkampf dort drüber kämpfen. Von Schotterpisten, über Kopfsteinpflaster, riesigen Pfützen, rauem Asphalt, brutal scharfen Kurven, bis hin zu Hühnern auf der Straße war alles dabei.
Da alle heil durchgekommen sind, kann man im Nachhinein schmunzeln und es als „abwechslungsreiche Strecke“ abhaken. Bei der Streckenbesichtigung verging uns für ein paar Stunden allerdings das Lachen.

Das Rennen war als Zuschauerin und Freundin ziemlich nervenaufreibend. Man weiß wie viel Arbeit in so einer Vorbereitung steckt, erlebt den Aufwand, die Disziplin mit, kennt die Erwartungen und Träume und alles was sonst noch dahinter steht; da soll doch dann bitte im Wettkampf auch alles passen!

Ironman swimDeshalb verzweifelt man dann schonmal kurz, wenn man an der Verpflegungsstelle wartet und kein Freund in Sicht ist. Dabei war Patrick doch die ganze Zeit in der ersten Verfolgergruppe.
Eine umstrittene Zeitstrafe lässt die großen Träume dann mal wieder zerplatzen.
Meine Rolle als Motivatorin an der Laufstrecke sollte ich jetzt also richtig gut spielen.
Ich verpasste Patrick verbal mehrere Arschtritte und brüllte ihm den Rückstand aufs Podium zu – der Gott sei Dank zügig schmolz.
Ich rannte von der Laufstrecke ins Ziel, um ihn dort zu empfangen, wusste aber nicht, auf welcher Position er sich dort befand. Mein Puls stieg also auch stetig.
Nach 3:59 Stunden ließ mich die Erleichterung über Platz 3 einige Freudensprünge machen.

Paul und Patrick auf dem Podium - wie geil ist das denn?!
Paul und Patrick auf dem Podium – wie geil ist das denn?!

Ironman 70.3 Turkey

Den Abend verbrachten wir feiernd, mit billigem Alkohol im All-Inclusive Hotel und gaben ein kleines Vermögen auf der Bowling-Bahn aus 😀
Am Montag brutzelten wir dann am wunderschönen (vorsicht Ironie) hoteleigenen Strand. Nachdem wir die Fliegen Leid waren, die sich aufgrund des vielen Mülls auch auf uns setzten, flüchteten wir an den Pool. Dort ließ es sich aushalten und die Poolbar war ja zum Glück nicht weit – all-inclusive sei Dank :-O

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aus dem Dornröschen-Schlaf erwacht

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I start my engine 😉

Kurz vor der Ironman-WM in Hawaii befindet sich ein Großteil der Triathleten gerade in Topform.
Ich nicht.
Hinter mir liegt eine 8-Wochen lange Saisonpause. Ich habe im Cappuccino-Trinken und Füße-Hochlegen geglänzt 🙂
Wobei ich nicht nichts gemacht habe, aber doch relativ wenig. Ziemlich wenig.
Zumindest wenig Triathlontraining.
Der ein oder andere wird aus dem Frankreich-Post entnommen haben, dass es eine neue Liebe in meinem Leben gibt – Yoga.
Ich bin dem Sonnengruß und dem herabschauenden Hund verfallen. Wir lieben uns wirklich. Und ich glaube es ist was für länger 😉

Aber Spaß beiseite. Ich habe Yoga als ein hervorragendes Training für mich entdeckt.
1000 mal besser als jedes Stabi- oder Kraftprogramm, vor dem ich mich bisweilen immer gerne gedrückt habe, obwohl es mir (als ehemalige Turnerin) eigentlich ganz gut liegt, bzw. ich das aus meinem früheren Training kenne.
Aber wird es in der Sportart nicht explizit verlangt, verschiebt man die Einheiten doch immer gerne – manchmal um Monate.
Ich glaube das kennt jeder.

Es ist die Mischung aus Kraft-&Stabilisationstraining, Atemschulung und Beweglichkeitstraining, die es mir wirklich angetan hat.
Nach 30-40 Minuten liege ich wirklich platt auf der Matte, bin völlig ausgepowert und durch den Fokus auf die Atmung doch tiefenentspannt. Das war eine krasse Erfahrung, als ich das erste „Workout“ gemacht habe.

Deshalb habe ich in meiner Pause sehr wohl einiges gemacht und fühle mich muskulär echt fit.
Besonders für Hüftsteifis oder ISG-Schmerzen geplagte Menschen (hallo, liebe Radfahrer :P) wie mich, tut das Training wirklich gut. Große Probleme hatte ich in den letzten Wochen nicht mehr…

Seit Mittwoch bin ich jedenfalls wieder aus meinem triathletischen Dornröschen Schlaf erwacht und starte langsam wieder mit dem Training. Das Schwimmen am Mittwoch war wirklich arg. Ich habe mich selten so langsam gefühlt 😀
Dafür ging das Läufchen heute morgen schon wieder ganz gut, auch wenn meine Lunge mich anfangs noch etwas ausgelacht hat.

Ich freue mich jedenfalls auf einen tollen Laufherbst/winter.
Ich werde mich bei den Laufserien in Jügesheim, Seligenstadt und Goldbach immer mal blicken lassen und habe auch den Mainuferlauf in OF und den Darmstadt-Cross im Hinterkopf – hochmotiviert und voller Vorfreude 🙂

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Surfin France

Ich bin zurück aus Südfrankreich. Zurück von der Atlantikküste. Zurück aus Seignosse.
Hinter mir liegt eine Woche voller Sonne, Strand und Meer. Ich war surfen. Wir waren surfen. Auf Exkursion mit unserer Uni. Bei dem Gedanken muss ich schmunzeln. Credit-Points sammeln unter der Sonne Frankreichs. Dafür liebe ich mein Studium.

Die Wellen zum Surfen hätten besser sein können. Die ersten zwei Tage waren sie klein, aber gut. Gut für Anfänger. Zum Ende der Woche wurden sie größer. Zu groß für Anfänger. Letztendlich waren wir dreimal mit den Brettern im Wasser. Ich habe einige Wellen gestanden und ein Gefühl fürs Wellenreiten bekommen.

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Was diesen Sport ausmacht, die Geduld aber auch auf die Probe stellt, ist die Abhängigkeit vom Wetter.
Und das ist eine wirklich Abhängigkeit. Da gibt es keine Ausweichmöglichkeiten, wie bei anderen Sportarten. Mann kann nicht mal schnell in die Halle gehen oder sich dicker anziehen. Man ist einfach voll und ganz der Natur ausgesetzt. Und wenn sie einem in die Karten spielt auch voll im Einklang mit ihr. Ich fange an die allseits bekannte „Surfermentalität“ zu verstehen…

Spannend zu beobachten ist auch, wie viel Kraft die Natur hat, um Winde wehen zu lassen, die riesige Wellen hervorbringen. Welche Kraft diese wiederum haben um krasse Strömungen zu erzeugen, gegen die man nicht ansatzweise eine Chance hat. Der Sand entweicht einfach unter deinen Füßen und reißt sie dir weg. Dann muss man einfach in Kauf nehmen, wieder an den Strand gespült zu werden – wo man doch gerade um jeden Meter gekämpft hat, den man vorwärts gekommen ist…

Wenn wir nicht im Meer waren, haben wir Yoga gemacht und endlos lange Strandspaziergänge. Ein paar mal bin ich auch im Pool geschwommen. Minimales Techniktraining in der Off-Season kann nicht schaden 😛

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Ich habe mal wieder viel erlebt und neue Seiten des Sports kennengelernt. Ich komme mit neuen Eindrücken im kalten Deutschland an und der Gedanke, der gerade hängenbleibt, ist ein sehr glücklicher.

Denn ich muss dran denken, wie oft ich dieses Jahr schon wieder meine Koffer gepackt habe und auf Reisen gegangen bin – immer des Sportes wegen.
Ob Lanzarote, Salzburg, Zell am See oder Seignosse. Die Motivation lag immer im Sport.
Ich entdecke von Monat zu Monat immer mehr von unserer Welt – durch eine Sache, die schöner und einfacher nicht sein könnte.

Und das Beste ist, dass das Jahr noch nicht zu Ende ist und noch mindestens eine Reise vor mir liegt – eine, sportlicher Natu(e)r(lich) 😉

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