Olympia

Ode an Olympia

Olympia, Olympia,
du warst mal so wunderbar.

Ich wähle die Vergangenheit,
aus mangelnder Tiefgründigkeit.


Es fing schon vor der Eröffnung an,
dass man dem IOC nicht trauen kann.


Drei von vier Russen sind mit dabei,
bestimmt ganz ohne Arznei.


Welches Ausrufezeichen wollt ihr damit setzen?
Wollt ihr die Sauberen damit verletzen?


Whistle-Blower sind nicht geduldet,
ist ja nicht so, dass man denen was schuldet.


Bei den Paralympics kann mans dann wagen,
da wird schon keiner weiter fragen.


IOC, das ist ja voll konsequent,
wie heißt eigentlich euer Präsident?


Olympia geht den Bach herunter
und es wird immer bunter…


Sun Yang pinkelt schon lange lila,
aber das geht bestimmt vorbei an der FINA.


Vielleicht nimmt man das Bestechungsgeld
und fördert einfach das deutsche Sportlerfeld.


Damit sich die Sportler auf Sport konzentrieren
und sich bei Olympia nicht „blamieren“.


Ihr Medienleute, da frage ich mich, wo ist eure Kompetenz?
Oder geht es euch nur um reißerische Präsenz?


Warum haben die Randsportarten nur alle vier Jahre eure Aufmerksamkeit?
Das finde ich die allergrößte Frechheit.


Deutschland jubelt scheinheilig über Ruder-Gold,
da sind die Außenseiter dann auf einmal gewollt.


Ich freue mich auch an anderen Dingen,
zum Beispiel über Andreas Toba und seinen Einsatz unter den Ringen.


Oder an persönlichen Bestzeiten im Schwimmen,
aber weniger an den Kommentatoren-Stimmen.


Denn viele kommentieren ohne jegliche Leidenschaft,
wie man einen Fußballfan damit von anderen Sportarten überzeugen will bleibt rätselhaft.


Ob Olympia wirklich mal wunderbar war?
Als Kind glaubte ich das offenbar.

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