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„Ernährungsspielchen haben im Trainingslager nichts verloren!“

Dass Ernährung im Sport eine bedeutende Rolle spielt, ist längst bekannt.
Wie wichtig eine ausreichende Zufuhr an Energie im Ausdauersport und besonders im Trainingslager ist, erfahrt ihr jetzt und hier.

2016-03-26 13.12.02
Eichhörnchen sollen hier auf der Insel nicht gefüttert werden. Wir müssen gefüttert werden! 😉

Im Ausdauersport bewegen wir uns über Stunden fort. Unsere Muskeln kontrahieren bei jedem Schritt, Tritt und Zug. Das braucht Energie.
Beeindruckend wird es, wenn wir mal etwas tiefer in die Physiologie eintauchen.
Bei jeder Bewegung ziehen sich unzählige Muskeln gleichzeitig zusammen und ermöglichen uns eine Vorwärtsbewegung. Bei jeder Bewegung im Alltag und vermehrt bei jeder Bewegung im Sport.
Wenn wir beispielsweise eine Stunde Laufen, dann sind das tausende Schritte und abertausende Muskelkontraktionen, die unser Körper in dieser Stunde vollbringt.

Zauberwort ATP
Wie aber kommt die Energie, die wir oben in Form von Essen reinschieben, im Muskel an?
Das Zauberwort für diese Muskelkontraktionen heißt ATP – Adenosintriphosphat.
Aus ATP gewinnen wir die Energie zur Muskelkontraktion.
ATP kann auf verschiedenen Wegen im Körper gebildet werden.
Es ist ein universeller Energiespeicher.
Während körperlicher Beanspruchung bauen die Mitochondrien in den Muskelzellen Glucose oder Triglyceride ab, um ATP zu  gewinnen.
Vereinfacht gesprochen enden Kohlenhydrate und Fette, die wir verzehren am Ende als ATP.
Ein normalgewichtiger Mann verbraucht rund 70 kg ATP am Tag.
Wenn man sich überlegt, dass ein ATP-Molekül fast nichts wiegt, bekommt ein ATP-Verbrauch von 70 kg am Tag ein immenses Ausmaß.

Wenn wir uns das ganz kleine verdeutlicht haben, dann sollte einem bewusst werden, warum einer ausreichenden Nahrungszufuhr, insbesondere im Trainingslager, eine so große Bedeutung zukommt.
Im Trainingslager kommt zu unserem Grundumsatz noch der Kalorien-Umsatz durch das erhöhte Sportpensum. Zur Erklärung: der Grundumsatz gibt an, was wir jeden Tag an kcal verbrauchen, um unseren Körper schlichtweg am Leben zu halten.
Alleine dadurch, dass wir atmen, unser Herz schlägt und unser Gehirn aktiv ist, verbrauchen wir Energie.

Ein Berg an verbrannten Kalorien
Je nach Körpergewicht, Art, Dauer und Intensität der Trainingseinheiten kommt man da auf einen großen Berg an verbrauchten Kalorien.
Das muss man erstmal essen. Und zwar nicht nur einen Tag lang, sondern über das gesamte Trainingslager.
Der Körper ist im Trainingslager ständig am Arbeiten.
Wir setzen ihn ganz schön unter Stress, mit dem was wir tun.
Er arbeitet während der Belastung, in den Pausen, im Schlaf, an Ruhetagen.
Dafür braucht er Energie, die wir ihm auch mit gutem Gewissen geben sollten.
Darum haben Ernährungs-Spielchen, übertriebenes „Low Carb“ oder Diäten im Trainingslager einfach nichts verloren!

Mein Tipp
Regelmäßig essen, also morgens, mittags und abends, bis man satt ist – auch wenn das eventuell länger dauert, als im Alltag zuhause.

Direkt nach anstrengenden Einheiten sollten vermehrt Proteine und Kohlenhydrate zugenommen werden. Die Proteine reparieren die Mikrorisse in der Muskulatur. Die parallel erhöhte Kohlenhydratzufuhr (das haben Studien gezeigt) füllt nicht nur die (Muskel-)Speicher wieder auf, sondern hilft auch bei der Neubildung von Proteinen.

Gegebenenfalls während einer langen Radausfahrt auf Riegel zurückgreifen oder eine Kuchenpause einschieben. Ohne schlechtes Gewissen, bitte!
Das Trinken ist die zweite wichtige Baustelle. Habt ein Auge darauf!
An Tagen, an denen man viel schwitzt, gerne etwas Salz in die Radflasche oder das Essen etwas mehr salzen, um den Mineralstoffhaushalt wieder auf Vordermann zu bringen. Salz kann der Körper nicht selbst produzieren, deswegen müssen wir es ihm von außen zuführen.

Der Körper sagt einem in der Regel schon, was er braucht. Nur hören müssen wir darauf!
Kohlenhydrate, Proteine, Fette – an nichts muss gespart werden.

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