Motivation Reisen SpreadSport Training Yoga

In der Natur gibt es nichts, das nicht schön ist!

   

 
Ich tausche meine geheizte Wohnung mit fließend Wasser in Frankfurt gegen eine Berghütte in der Schweiz.
Ohne warmes Wasser, ohne Heizung, ohne Dusche.
Dafür mit Brunnen, Kamin, Schlafsack und Plumpsklo. Trotzdem oder gerade deshalb erlebe ich eines der schönsten Wochenenden überhaupt.

Traumhaft spartanisch und der Natur so nah, wie kaum woanders.

  

Die Bergtour die wir am Samstag gehen hat es in sich. 1600 Höhenmeter Aufstieg über die Kleine Scheidegg bis zum Lauberhorn.

  

Auf knapp 2400m hat es Mitte November immer noch 5 Grad und strahlenden Sonnenschein. Mit Blick auf Aiger, Mönch und Jungfrau bin ich einfach glückselig und dankbar.

  

Wir steigen über die kultige Lauberhorn-Abfahrtsstrecke bis Wengen ab und spüren unsere Oberschenkel danach kaum noch.

Aber wir sind 7 Stunden in der einsamen Stille und den Wäldern des Berner Oberlands unterwegs. Die Sonne immer im Gesicht.

Geduscht wird mit der Gieskanne, gegessen vorm Kamin.

Es gibt kein Plätzchen Erde, wo ich an diesem Wochenende lieber hätte sein wollen.

  

Motivation SpreadSport Training Triathlon Yoga

aus dem Dornröschen-Schlaf erwacht

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I start my engine 😉

Kurz vor der Ironman-WM in Hawaii befindet sich ein Großteil der Triathleten gerade in Topform.
Ich nicht.
Hinter mir liegt eine 8-Wochen lange Saisonpause. Ich habe im Cappuccino-Trinken und Füße-Hochlegen geglänzt 🙂
Wobei ich nicht nichts gemacht habe, aber doch relativ wenig. Ziemlich wenig.
Zumindest wenig Triathlontraining.
Der ein oder andere wird aus dem Frankreich-Post entnommen haben, dass es eine neue Liebe in meinem Leben gibt – Yoga.
Ich bin dem Sonnengruß und dem herabschauenden Hund verfallen. Wir lieben uns wirklich. Und ich glaube es ist was für länger 😉

Aber Spaß beiseite. Ich habe Yoga als ein hervorragendes Training für mich entdeckt.
1000 mal besser als jedes Stabi- oder Kraftprogramm, vor dem ich mich bisweilen immer gerne gedrückt habe, obwohl es mir (als ehemalige Turnerin) eigentlich ganz gut liegt, bzw. ich das aus meinem früheren Training kenne.
Aber wird es in der Sportart nicht explizit verlangt, verschiebt man die Einheiten doch immer gerne – manchmal um Monate.
Ich glaube das kennt jeder.

Es ist die Mischung aus Kraft-&Stabilisationstraining, Atemschulung und Beweglichkeitstraining, die es mir wirklich angetan hat.
Nach 30-40 Minuten liege ich wirklich platt auf der Matte, bin völlig ausgepowert und durch den Fokus auf die Atmung doch tiefenentspannt. Das war eine krasse Erfahrung, als ich das erste „Workout“ gemacht habe.

Deshalb habe ich in meiner Pause sehr wohl einiges gemacht und fühle mich muskulär echt fit.
Besonders für Hüftsteifis oder ISG-Schmerzen geplagte Menschen (hallo, liebe Radfahrer :P) wie mich, tut das Training wirklich gut. Große Probleme hatte ich in den letzten Wochen nicht mehr…

Seit Mittwoch bin ich jedenfalls wieder aus meinem triathletischen Dornröschen Schlaf erwacht und starte langsam wieder mit dem Training. Das Schwimmen am Mittwoch war wirklich arg. Ich habe mich selten so langsam gefühlt 😀
Dafür ging das Läufchen heute morgen schon wieder ganz gut, auch wenn meine Lunge mich anfangs noch etwas ausgelacht hat.

Ich freue mich jedenfalls auf einen tollen Laufherbst/winter.
Ich werde mich bei den Laufserien in Jügesheim, Seligenstadt und Goldbach immer mal blicken lassen und habe auch den Mainuferlauf in OF und den Darmstadt-Cross im Hinterkopf – hochmotiviert und voller Vorfreude 🙂

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Surfin France

Ich bin zurück aus Südfrankreich. Zurück von der Atlantikküste. Zurück aus Seignosse.
Hinter mir liegt eine Woche voller Sonne, Strand und Meer. Ich war surfen. Wir waren surfen. Auf Exkursion mit unserer Uni. Bei dem Gedanken muss ich schmunzeln. Credit-Points sammeln unter der Sonne Frankreichs. Dafür liebe ich mein Studium.

Die Wellen zum Surfen hätten besser sein können. Die ersten zwei Tage waren sie klein, aber gut. Gut für Anfänger. Zum Ende der Woche wurden sie größer. Zu groß für Anfänger. Letztendlich waren wir dreimal mit den Brettern im Wasser. Ich habe einige Wellen gestanden und ein Gefühl fürs Wellenreiten bekommen.

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Was diesen Sport ausmacht, die Geduld aber auch auf die Probe stellt, ist die Abhängigkeit vom Wetter.
Und das ist eine wirklich Abhängigkeit. Da gibt es keine Ausweichmöglichkeiten, wie bei anderen Sportarten. Mann kann nicht mal schnell in die Halle gehen oder sich dicker anziehen. Man ist einfach voll und ganz der Natur ausgesetzt. Und wenn sie einem in die Karten spielt auch voll im Einklang mit ihr. Ich fange an die allseits bekannte „Surfermentalität“ zu verstehen…

Spannend zu beobachten ist auch, wie viel Kraft die Natur hat, um Winde wehen zu lassen, die riesige Wellen hervorbringen. Welche Kraft diese wiederum haben um krasse Strömungen zu erzeugen, gegen die man nicht ansatzweise eine Chance hat. Der Sand entweicht einfach unter deinen Füßen und reißt sie dir weg. Dann muss man einfach in Kauf nehmen, wieder an den Strand gespült zu werden – wo man doch gerade um jeden Meter gekämpft hat, den man vorwärts gekommen ist…

Wenn wir nicht im Meer waren, haben wir Yoga gemacht und endlos lange Strandspaziergänge. Ein paar mal bin ich auch im Pool geschwommen. Minimales Techniktraining in der Off-Season kann nicht schaden 😛

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Ich habe mal wieder viel erlebt und neue Seiten des Sports kennengelernt. Ich komme mit neuen Eindrücken im kalten Deutschland an und der Gedanke, der gerade hängenbleibt, ist ein sehr glücklicher.

Denn ich muss dran denken, wie oft ich dieses Jahr schon wieder meine Koffer gepackt habe und auf Reisen gegangen bin – immer des Sportes wegen.
Ob Lanzarote, Salzburg, Zell am See oder Seignosse. Die Motivation lag immer im Sport.
Ich entdecke von Monat zu Monat immer mehr von unserer Welt – durch eine Sache, die schöner und einfacher nicht sein könnte.

Und das Beste ist, dass das Jahr noch nicht zu Ende ist und noch mindestens eine Reise vor mir liegt – eine, sportlicher Natu(e)r(lich) 😉

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