Ernährung Motivation SpreadSport

Was ich bei meiner Spanischlehrerin gelernt habe, anstatt Spanisch zu sprechen

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Als ich heute nach der Arbeit bei meinem Lieblings-Gemüsehändler war, wollte ich für das Abendessen nur schnell das Übliche in den Korb packen, bis mein Blick an den Kochbananen hängen blieb.

Und plötzlich hatte ich einen Flashback.
Damals, in der 9. Klasse muss es gewesen sein. Als ich eigentlich Spanisch lernen sollte.
Doch das lief etwas schief, da meine Lehrerin zwar perfekt Spanisch sprach, allerdings fast kein Deutsch.
An was es ihr, als Kubanerin, aber nicht mangelte, war südamerikanisches Temperament.
Und so kochten wir zum Beispiel in der Schulküche und ich lernte statt Spanisch, wie man köstliche Patacon zubereitet.
So heißen die fritierten Kochbananen in der südamerikanischen Landesküche.
Sie nehmen in den südlichen Ländern die Funktion unserer Kartoffel ein und sind ein Grundnahrungsmittel.

Ich hatte seitdem nie wieder Kochbananen auf dem Teller und so beschloss ich, das schleunigst zu ändern. Ich zauberte mir Patacons mit Paprikagemüse, Kokosmilch und frischer Mango und weil ich so begeistert davon war und es immer noch schmecke, teile ich mein Rezept mit Euch.

Patacon:
2 Kochbananen schälen. Am Besten schneidet Ihr die oberen Enden ab und brecht die Schale dann auf.
Anschließend in 2-3 cm dicke Scheiben schneiden und in einer Pfanne mit Öl von beiden Seiten gold-braun anbraten. Gut salzen!


Nun müsst ihr die einzelnen Bananenscheiben platt drücken, damit sie auch innen richtig weich werden und weiter braten, bis sie knusprig braun sind.

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Platt gedrückt und knusprig gebraten

Gemüse:
1 Zwiebel, 2 Paprika und 1 Mango schälen und in kleine Stücke schneiden.
Zuerst die Zwiebeln anbraten, dann Paprika dazu und zum Schluss kurz die Mango in die Pfanne geben.
Etwas Kokosmilch dazugeben und mit Curry, Pfeffer und Salz würzen.

Fertig!
¡Buen provecho!

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Wenn Ihr es ausprobiert, schreibt doch mal kurz, wie es Euch geschmeckt hat 🙂

Motivation SpreadSport Triathlon Wettkampf

Was brauche ich wirklich für meinen ersten Triathlon?

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veröffentlicht auf achim-achilles.de

Benötigt ein Triathlon-Anfänger ein Carbonrad? Wetsuit? Unbedingt, findet Achim. Nicht wirklich, sagt dagegen unsere neue Triathlon-Bloggerin Laura-Sophie (und sie hat mehr Ahnung als Achim). Was man als Einsteiger in den Dreikampf wirtklich braucht.

Will ich als Sporteinsteiger an einem Laufwettkampf teilnehmen, so brauche ich ein Paar Laufschuhe und Funktionsklamotten, um gut durch den Wettkampf zu kommen.

Will ich einen Triathlon machen, sehe ich mich da schon vor eine größere Herausforderung gestellt. Bekommt man doch zu Ohren, dass ohne ein Carbonrad mit high-end ultra-lightweight Laufrädern und dem entsprechenden Aerohelm gar nichts geht.

Geschweige denn ohne die verspiegelte Schwimmbrille und den neuen Wetsuit mit SCS-Beschichtung. Am Handgelenk muss selbstverständlich das neueste GPS-Uhrenmodell glänzen – eine Selftracking-ich-kontrolliere-alles-und-kann-damit-auch-die-Weltherrschaft-übernehmen-Uhr.

Liebe Neulinge, herzlich Willkommen im Triathlonzirkus.

Eine Manege mit lauter bunten Clowns. Dieser Vorstellung beizuwohnen bereitet auf der einen Seite unglaublich viel Spaß und Freude, auf der anderen Seite lässt sich damit natürlich auch viel Geld machen (und ausgeben).

Deshalb darf man sich gerade zu Beginn nicht von Materialfetischisten einschüchtern lassen. Für einen Triathlon braucht man Sachen, die man als Sportbegeisterter meistens sowieso schon hat.
Wir alle machen doch den Sport, für die Bewegung willen und nicht, weil wir eine neue Geldanlage suchen, oder?

Was Ihr für Euren allerersten Triathlon braucht

1. Badehose/ Badeanzug: In den Wechselzonen kann man sich für die jeweiligen Disziplinen umziehen. Einfacher und etwas schneller geht es für ambitioniertere Einsteiger, wenn man mit einem Triathlonanzug an den Start geht. Den lässt man vom Schwimmen bis zum Laufen an und muss sich nicht umziehen. Er ist aber kein Muss.

2. Schwimmbrille: Bei der Schwimmbrille kann man nicht allzu viel falsch machen. Man sollte gut durchsehen können, aber das versteht sich ja von selbst.

3. Fahrrad: Fürs Radfahren braucht ihr ein funktionsfähiges Fahrrad, wer hätte das gedacht.

Das Rad kann gegebenenfalls geliehen sein. Am besten eignet sich natürlich ein Rennrad, aber viele Neulinge gehen bei ihren ersten Wettkämpfen auch mit einem Mountainbike an den Start. Die Anschaffung eines Rennrads empfiehlt sich, wenn man mit Sicherheit einige Jahre damit fahren will.

Zum Ausprobieren ist ein MTB auch total in Ordnung. Außerdem haben Mountainbike-Fahrer meinen größten Respekt, da sie sich jeglicher Materialschlacht entziehen und ihren Spaß am Sport in den Vordergrund stellen. Hut ab!

Kurze Hintergrundinfo: mit einem MTB ist man in der Regel langsamer, als auf dem aerodynamischen Gegenstück, dem Rennrad. Das MTB hat nämlich dickere Reifen und besitzt somit einen höheren Rollwiderstand. Außerdem ist es nicht so aerodynamisch gebaut.

4. Radklamotten. Der Helm darf natürlich nicht fehlen. Der passende Sitz wird am Eingang der Wechselzone kontrolliert. Hier ist mit den Wettkampfrichtern auch nicht zu spaßen.

5. Laufbekleidung und Laufschuhe: Das Laufequipment sollte wohl die geringste Herausforderung für den Läufer darstellen. Passende und bequeme Laufschuhe dürfen es sein.

Das reicht. Diese Dinge brauchst du! Alles andere ist Feintuning.

Bei diesem Tuning musst du dich fragen, wie ehrgeizig du den Wettkampf bestreiten willst, was deine Ziele sind und wie viel Geld dir ein paar Sekunden oder Minuten wert sind.

Und jetzt, da Ihr gar keine Angst mehr haben müsst, auf zur Planung eures ersten Triathlons!

Motivation Reisen SpreadSport Training Yoga

In der Natur gibt es nichts, das nicht schön ist!

   

 
Ich tausche meine geheizte Wohnung mit fließend Wasser in Frankfurt gegen eine Berghütte in der Schweiz.
Ohne warmes Wasser, ohne Heizung, ohne Dusche.
Dafür mit Brunnen, Kamin, Schlafsack und Plumpsklo. Trotzdem oder gerade deshalb erlebe ich eines der schönsten Wochenenden überhaupt.

Traumhaft spartanisch und der Natur so nah, wie kaum woanders.

  

Die Bergtour die wir am Samstag gehen hat es in sich. 1600 Höhenmeter Aufstieg über die Kleine Scheidegg bis zum Lauberhorn.

  

Auf knapp 2400m hat es Mitte November immer noch 5 Grad und strahlenden Sonnenschein. Mit Blick auf Aiger, Mönch und Jungfrau bin ich einfach glückselig und dankbar.

  

Wir steigen über die kultige Lauberhorn-Abfahrtsstrecke bis Wengen ab und spüren unsere Oberschenkel danach kaum noch.

Aber wir sind 7 Stunden in der einsamen Stille und den Wäldern des Berner Oberlands unterwegs. Die Sonne immer im Gesicht.

Geduscht wird mit der Gieskanne, gegessen vorm Kamin.

Es gibt kein Plätzchen Erde, wo ich an diesem Wochenende lieber hätte sein wollen.

  

Motivation SpreadSport Training Triathlon Wettkampf

Warum Sportler die glücklicheren Menschen sind

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Dass Sport glücklich macht weiß ich schon lange, doch wie gelangt man zu diesem Glück?
Der Schlüssel ist wohl das Erleben der Gegensätze und die Bewegung in der Natur, die unsere Wahrnehmung schärft. Denn in der Natur gibt es nichts, das nicht schön ist.

Als ich vor Kurzem „Der stete Lauf der Stunden“ von Justin Go laß, kam ich mit dem Sport mal auf ganz neue Art&Weise in Berührung.
Es ist ein Roman, der u.a.von der ersten britischen Mount-Everest-Expedition in den 20er Jahren handelt.
Und dabei schafft Justin Go mit seinem Hauptcharakter Ashley Walsingham einen passionierten Bergsteiger und Extremsportler, der die Leidenschaft des Bergsteigens perfekt verkörpert.

Mein Lieblingszitat von ihm:
„Ein dauerhaftes Glück ist mein Glück, denn alles auf der Welt lässt sich nur durch seinen Gegensatz wahrnehmen. Erst die schmerzenden Muskeln verwandeln ein normales heißes Bad in sinnliche Offenbarung.“

Wenn ich darüber nachdenke, fallen mir zahllose weitere Gegensätze ein, die uns der Sport beschert:
Die Ruhe nach der Anstrengung; das Essen nach einem Hungerast; die Abfahrt nach einem langen Anstieg; der Erfolg, nach der Niederlage; die Freiheit nach einer Verletzung.
Der Sport schärft unsere Sinne und lässt uns „einfache“ Dinge viel intensiver erleben.

Ich bedauere oft Menschen, die sich über Kleinigkeiten ärgern, ständig nur jammern und meckern.
Ich frage mich dann immer: Warum lernen sie nicht mit ihren Problemen oder Unzufriedenheiten umzugehen und Lösungen dafür zu finden?
Erkennen Sie denn nicht den Wert des Lebens?
Ich denke, wären diese Leute Sportler könnten Sie es besser!
Denn man kann an den Widerständen wachsen.

Im Buch gibt es eine Passage, die das wunderbar auf den Punkt bringt. Ashley erzählt:
„Es sind die kleinen Dinge, die einen herabziehen: verspätete Züge, verbrannte Desserts, zugige Zimmer.
Ich habe auf keinem Berg so elendig gefroren, wie in einem zugigen Zimmer.
Man kann an Widerständen wachsen, aber die meiste Zeit sorgen wir uns um das verbrannte Dessert.
Man muss wirklich kämpfen um zu erkennen, was das Leben ist und erst dann wird einem bewusst wie völlig belanglos ein verbranntes Dessert ist.“

Dieses Kämpfen lernt man im Sport! Nicht nur, aber vor allem!

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Abenteuer Türkei

Triathlon

 

Eine Reise lebt von den Menschen denen man begegnet, von der Mentalität dieser Menschen und den Erlebnissen, die am Ende eine bunte Geschichte ergeben.

 

Belek City
Belek City

Allzu bunt fällt die Geschichte dieser Reise in vielen Teilen leider nicht aus.
Während unseres Aufenthalts in der Türkei hofften wir vergeblich auf Menschen, die uns ihr Lächeln schenkten und uns mit Herzlichkeit begegneten.
Etwas beängstigend, bedenkt man, dass diese Menschen doch vom Tourismus leben.
Die Tatsache, dass wir in einem All-Incluse-Hotel wohnten, konnte es jetzt auch nicht rausreißen. Im Speisesaal herrschte ein harter Kampf um die meisten Kalorien. Als Triathlet isst man (gerade vor einem Wettkampf) ja selbst Unmengen, aber das Benehmen der Urlauber und die Einstellung zum (Fr)essen hat mich wirklich schockiert. Mit welcher Treistigkeit und Unverschämtheit sich die Teller vollgeschaufelt wurden…Vermutlich muss man sich jeden Cent, den man bezahlt hat wieder zurückholen.

Mit Linda, Flo, Johannes, Paul und Matthias hatten Patrick und ich aber angenehme Zeitgenossen, mit denen wir wenigstens untereinander lachen konnten 😉
Die Jungs waren alle zum Ironman 70.3 hergekommen, wir zwei Mädels zum Supporten.

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Da der Wettkampf zum ersten Mal in der Türkei ausgetragen wurde, fehlte es in der Vorbereitung und Organisation etwas an Erfahrung und im Wettkampf an etwas Fingerspitzengefühl – zum Beispiel wenn ich an die wilden Zeitstrafenverteilung des Kampfrichters auf dem Rad denke.
Die Radstrecke war ziemlich abenteuerlich. Wir sind sie zuvor mit dem Auto abgefahren. Ich wäre sie nicht mal im Training freiwillig gefahren un die Jungs mussten sich im Wettkampf dort drüber kämpfen. Von Schotterpisten, über Kopfsteinpflaster, riesigen Pfützen, rauem Asphalt, brutal scharfen Kurven, bis hin zu Hühnern auf der Straße war alles dabei.
Da alle heil durchgekommen sind, kann man im Nachhinein schmunzeln und es als „abwechslungsreiche Strecke“ abhaken. Bei der Streckenbesichtigung verging uns für ein paar Stunden allerdings das Lachen.

Das Rennen war als Zuschauerin und Freundin ziemlich nervenaufreibend. Man weiß wie viel Arbeit in so einer Vorbereitung steckt, erlebt den Aufwand, die Disziplin mit, kennt die Erwartungen und Träume und alles was sonst noch dahinter steht; da soll doch dann bitte im Wettkampf auch alles passen!

Ironman swimDeshalb verzweifelt man dann schonmal kurz, wenn man an der Verpflegungsstelle wartet und kein Freund in Sicht ist. Dabei war Patrick doch die ganze Zeit in der ersten Verfolgergruppe.
Eine umstrittene Zeitstrafe lässt die großen Träume dann mal wieder zerplatzen.
Meine Rolle als Motivatorin an der Laufstrecke sollte ich jetzt also richtig gut spielen.
Ich verpasste Patrick verbal mehrere Arschtritte und brüllte ihm den Rückstand aufs Podium zu – der Gott sei Dank zügig schmolz.
Ich rannte von der Laufstrecke ins Ziel, um ihn dort zu empfangen, wusste aber nicht, auf welcher Position er sich dort befand. Mein Puls stieg also auch stetig.
Nach 3:59 Stunden ließ mich die Erleichterung über Platz 3 einige Freudensprünge machen.

Paul und Patrick auf dem Podium - wie geil ist das denn?!
Paul und Patrick auf dem Podium – wie geil ist das denn?!

Ironman 70.3 Turkey

Den Abend verbrachten wir feiernd, mit billigem Alkohol im All-Inclusive Hotel und gaben ein kleines Vermögen auf der Bowling-Bahn aus 😀
Am Montag brutzelten wir dann am wunderschönen (vorsicht Ironie) hoteleigenen Strand. Nachdem wir die Fliegen Leid waren, die sich aufgrund des vielen Mülls auch auf uns setzten, flüchteten wir an den Pool. Dort ließ es sich aushalten und die Poolbar war ja zum Glück nicht weit – all-inclusive sei Dank :-O

Motivation SpreadSport Training Triathlon Yoga

aus dem Dornröschen-Schlaf erwacht

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I start my engine 😉

Kurz vor der Ironman-WM in Hawaii befindet sich ein Großteil der Triathleten gerade in Topform.
Ich nicht.
Hinter mir liegt eine 8-Wochen lange Saisonpause. Ich habe im Cappuccino-Trinken und Füße-Hochlegen geglänzt 🙂
Wobei ich nicht nichts gemacht habe, aber doch relativ wenig. Ziemlich wenig.
Zumindest wenig Triathlontraining.
Der ein oder andere wird aus dem Frankreich-Post entnommen haben, dass es eine neue Liebe in meinem Leben gibt – Yoga.
Ich bin dem Sonnengruß und dem herabschauenden Hund verfallen. Wir lieben uns wirklich. Und ich glaube es ist was für länger 😉

Aber Spaß beiseite. Ich habe Yoga als ein hervorragendes Training für mich entdeckt.
1000 mal besser als jedes Stabi- oder Kraftprogramm, vor dem ich mich bisweilen immer gerne gedrückt habe, obwohl es mir (als ehemalige Turnerin) eigentlich ganz gut liegt, bzw. ich das aus meinem früheren Training kenne.
Aber wird es in der Sportart nicht explizit verlangt, verschiebt man die Einheiten doch immer gerne – manchmal um Monate.
Ich glaube das kennt jeder.

Es ist die Mischung aus Kraft-&Stabilisationstraining, Atemschulung und Beweglichkeitstraining, die es mir wirklich angetan hat.
Nach 30-40 Minuten liege ich wirklich platt auf der Matte, bin völlig ausgepowert und durch den Fokus auf die Atmung doch tiefenentspannt. Das war eine krasse Erfahrung, als ich das erste „Workout“ gemacht habe.

Deshalb habe ich in meiner Pause sehr wohl einiges gemacht und fühle mich muskulär echt fit.
Besonders für Hüftsteifis oder ISG-Schmerzen geplagte Menschen (hallo, liebe Radfahrer :P) wie mich, tut das Training wirklich gut. Große Probleme hatte ich in den letzten Wochen nicht mehr…

Seit Mittwoch bin ich jedenfalls wieder aus meinem triathletischen Dornröschen Schlaf erwacht und starte langsam wieder mit dem Training. Das Schwimmen am Mittwoch war wirklich arg. Ich habe mich selten so langsam gefühlt 😀
Dafür ging das Läufchen heute morgen schon wieder ganz gut, auch wenn meine Lunge mich anfangs noch etwas ausgelacht hat.

Ich freue mich jedenfalls auf einen tollen Laufherbst/winter.
Ich werde mich bei den Laufserien in Jügesheim, Seligenstadt und Goldbach immer mal blicken lassen und habe auch den Mainuferlauf in OF und den Darmstadt-Cross im Hinterkopf – hochmotiviert und voller Vorfreude 🙂

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Surfin France

Ich bin zurück aus Südfrankreich. Zurück von der Atlantikküste. Zurück aus Seignosse.
Hinter mir liegt eine Woche voller Sonne, Strand und Meer. Ich war surfen. Wir waren surfen. Auf Exkursion mit unserer Uni. Bei dem Gedanken muss ich schmunzeln. Credit-Points sammeln unter der Sonne Frankreichs. Dafür liebe ich mein Studium.

Die Wellen zum Surfen hätten besser sein können. Die ersten zwei Tage waren sie klein, aber gut. Gut für Anfänger. Zum Ende der Woche wurden sie größer. Zu groß für Anfänger. Letztendlich waren wir dreimal mit den Brettern im Wasser. Ich habe einige Wellen gestanden und ein Gefühl fürs Wellenreiten bekommen.

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Was diesen Sport ausmacht, die Geduld aber auch auf die Probe stellt, ist die Abhängigkeit vom Wetter.
Und das ist eine wirklich Abhängigkeit. Da gibt es keine Ausweichmöglichkeiten, wie bei anderen Sportarten. Mann kann nicht mal schnell in die Halle gehen oder sich dicker anziehen. Man ist einfach voll und ganz der Natur ausgesetzt. Und wenn sie einem in die Karten spielt auch voll im Einklang mit ihr. Ich fange an die allseits bekannte „Surfermentalität“ zu verstehen…

Spannend zu beobachten ist auch, wie viel Kraft die Natur hat, um Winde wehen zu lassen, die riesige Wellen hervorbringen. Welche Kraft diese wiederum haben um krasse Strömungen zu erzeugen, gegen die man nicht ansatzweise eine Chance hat. Der Sand entweicht einfach unter deinen Füßen und reißt sie dir weg. Dann muss man einfach in Kauf nehmen, wieder an den Strand gespült zu werden – wo man doch gerade um jeden Meter gekämpft hat, den man vorwärts gekommen ist…

Wenn wir nicht im Meer waren, haben wir Yoga gemacht und endlos lange Strandspaziergänge. Ein paar mal bin ich auch im Pool geschwommen. Minimales Techniktraining in der Off-Season kann nicht schaden 😛

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Ich habe mal wieder viel erlebt und neue Seiten des Sports kennengelernt. Ich komme mit neuen Eindrücken im kalten Deutschland an und der Gedanke, der gerade hängenbleibt, ist ein sehr glücklicher.

Denn ich muss dran denken, wie oft ich dieses Jahr schon wieder meine Koffer gepackt habe und auf Reisen gegangen bin – immer des Sportes wegen.
Ob Lanzarote, Salzburg, Zell am See oder Seignosse. Die Motivation lag immer im Sport.
Ich entdecke von Monat zu Monat immer mehr von unserer Welt – durch eine Sache, die schöner und einfacher nicht sein könnte.

Und das Beste ist, dass das Jahr noch nicht zu Ende ist und noch mindestens eine Reise vor mir liegt – eine, sportlicher Natu(e)r(lich) 😉

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Motivation Reisen SpreadSport Triathlon Wettkampf

Zell am See 2.0 – Triathlon und anderer Späße

Am Mittwochabend erreichten wir zu dritt dann unseren Campingplatz. Wir konnten gerade noch im hellen die Zelte aufschlagen und uns einrichten.

Ich war seit über 10 Jahren das erste Mal wieder campen und ich muss sagen, dass ich mich damit durchaus anfreunden kann. Ein paar Tage ohne Strom, WLAN und mit langen Wegen zu Dusche und Toilette entschleunigen schon immens. Man braucht für alles einfach länger. Und das tat wirklich gut!

der Zeller See
der Zeller See

Wir hätten in und um Zell wirklich viel unternehmen können. Wir hatten einiges im Kopf, aber letztendlich genossen wir bis Samstag einfach nur das Rumliegen in der Sonne, am See.
Wenn wir mal zu einem Kaffee in die Stadt aufgebrochen sind, dann haben wir das mit unseren Rädern gemacht.

Frühstück
Frühstück

Am Samstag startete Jan dann beim offenen Rennen des 70.3 Rennens. Das war Anfang des Jahres der Grund unserer Reise gewesen. Ein bisschen Urlaub in den Bergen, mit ein bisschen Triathlon und den Lieblingsmenschen…da hatten wir wirklich einen guten Plan 😉
Unser Campingplatz hatte die tolle Eigenschaft, dass er direkt an der Laufstrecke lag und so konnten wir am See liegen und wenn Jan kam, schnell aufspringen und ihn anfeuern. Anja und Kevin waren noch zu uns gestoßen und so hatten wir ne Menge Spaß am Streckenrand.

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In der Stadt beim Zieleinlauf war unterdessen die Hölle los und man begegnete dem gemeinen Triathleten mit all seinen Facetten und in seinem Klischeeauftreten. Das Finishershirt, die Kompressionssocken, die GPS-Uhr am Handgelenk und der Rucksack vom letzten 70.3 Rennen auf dem Rücken. Die ganz harten Hunde erkannte man an den roten „M“’s auf der Wade oder sogar am Hals (!).
Wir entschieden uns dann relativ schnell wieder das Weite zu suchen 😉

Müll an der Verpflegungsstation
Müll an der Verpflegungsstation

Am Samstagmittag zog ich dann vom Campingplatz zu Patrick ins Athletenhaus um. Ich tauschte die Campingplatzatmosphäre gegen angespannte Vorstartstimmung auf einer urigen Almhütte. Es ist interessant mal auf der anderen Seite zu stehen. Nicht diejenige zu sein, die betreut wird, sondern die, die selbst betreut – und die ganze Anspannung aus einer anderen Sicht wahrzunehmen.

Am Tag X war ich mindestens genauso nervös, besonders, als ich Patrick auf der Strecke sah, als er immer wieder den Kopf schüttelte, weil einfach nichts bei ihm ging.
Da erlebt man dann die bitteren Seiten des Sports. Ein Jahr auf einen Wettkampf hintrainieren, um im Vorfeld von soviel Pech heimgesucht zu werden – das ist nicht fair. Und den Wettkampf nicht so beenden zu können, wie man sich das ein Jahr lang gewünscht hat – das ist hart.
Aber nach Regen kommt Sonne und am Ende des Tunnels scheint ein Licht. Patricks Rennbericht.

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eine Klamm irgendwo in den Bergen

Den Abend nach dem Weltmeisterschaftsrennen und den kompletten Montag versuchten wir trotzdem in den Bergen, mit der Sonne und tollen Menschen, die mitgereist waren, zu genießen! Wir badeten in einem Bergbach und sonnten uns auf den Steinen drumherum. Einfach die Ruhe genießen und die Seele baumeln lassen.

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…die Menschen rasten wohl zu wenig
Fortitude!
Fortitude!

…so endet die Geschichte von den sieben Zwergen, hinter den sieben Bergen.
Die erste Mitteldistanz-Weltmeisterschaft auf europäischem Boden fand wirklich vor einer weltmeisterlichen Kulisse statt, die wir so schnell alle nicht vergessen werden.

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Zell am See 1.0 – der Weg dorthin

Letzten Dienstag brachen Jui und ich auf, um die Welt zu erkunden. Naja. Fast. Den Süden Deutschlands zumindest. Mit einem Rucksack auf dem Rücken.
Unser Plan: einen Teil der Strecke zu unserem Campingurlaub in Zell am See mit dem Radel zurücklegen.
Die Krux: wir hatten 28 Stunden Zeit, so weit wie möglich zu kommen, bis Jan, der Dritte im Bunde, uns am Mittwochmittag irgendwo mit dem Auto einsammeln sollte.
Wir planten bis Ingolstadt zu kommen: das waren 320 km.

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Tank und Rast 😀

Der Dienstag war ein perfekter Tag zum Radeln. Angenehme 23 Grad und Sonne. Wir starteten in Mannheim und den zwei Schnatterenten auf dem Rad fiel gar nicht auf, wie schnell die Zeit und Kilometer vergingen. Wir fuhren auf schönen Radwegen, aber auch weniger tollen Landstraßen. Wir hielten alle 2-3 Stunden an einer Tanke oder am Supermarkt, um unsere Flaschen aufzufüllen und uns herrlich ungesunde Lebensmittel zuzuführen. Kurzkettige Kohlenhydrate ole ole. Wir mussten wahrhaftig fressen, um die verbrannten Kalorien wieder zu uns zu nehmen und um die 200km zu schaffen, die wir uns vorgenommen hatten.

Das Lustige ist, dass man sich ja immer mal wünscht, einfach alles essen zu können, worauf man Lust hat, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen – ohne Gedanken an einen möglichen Kalorienüberschuss zu verschwenden.

Ist man dann aber in der Situation, dass man sich mal vollstopfen darf, ja sogar muss, dann ist man von sich selbst leicht angewiedert…wie man nur so viel, in so kurzer Zeit essen kann und wie ungesund 😀 Teufelskreis!

Die Zeit verflog wie gesagt und erst nach 150 Kilometern legten wir eine längere Pause ein, in der wir irgendwo in einem Dorf hinter Schwäbisch Hall leckere Spätzle (fr)aßen.

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nach 150km vergisst man manche Manieren 😛

Nach diesem Stopp ging es dann etwas schwerfälliger wieder aufs Rad. Gut, dass wir uns dazu entschlossen hatten, so lange mit der Pause zu warten, wie es nur ging. Denn jetzt merkte man, wie müde die Beine schon waren und wie sehr man sich eigentlich sehnte, aus dieser engen Radhose auszubrechen.

Aber gut – 50 Kilometer lagen noch vor uns und gerade mit Einbruch der Dunkelheit erreichten wir unseren Homestay in Lauchheim, hinter Aalen.

Die reine Fahrtzeit waren ca. 8 Stunden. Das Suchen und Nach dem Weg fragen, nahm (trotz sorgfältiger Routenplanung im Voraus) allerdings mehr Zeit in Anspruch, als wir es kalkuliert hatten, deswegen waren die letzten Meter auf einer riesen Bundesstraße schon etwas heikel, weil düster.
Wir mussten wieder einmal feststellen, dass die Radwege in Deutschland miserabel ausgeschildert sind. Oft blieben uns einfach nur die Land- und Bundesstraßen, mit den verständnisvollen (hahaha!) Autofahrern.

Am Mittwochmorgen traten wir dann den Endspurt an. Nach viel Essen und gutem Schlaf in unserer Bed and Breakfast-Unterkunft standen noch 120 Kilometer auf dem Programm. Dass diese kein Spaß werden würden, ahnten wir spätestens dann, als unsere Hintern zum ersten Mal den Sattel berührten. Heilige Scheiße 😀

Wir hatten beide noch nie solche Schmerzen mit unserem Sitzfleisch. Nach 30 Kilometern steuerten wir die erste Apotheke an, um uns mit Zinksalbe zu versorgen. Das war schön und gut, aber ein Wunder bewirkte die auch nicht. Da half im wahrsten Sinne des Wortes nur noch: Arschbacken zusammenkneifen^^

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Nach 50 Kilometern taten dann auch zunehmend meine Schultern weh. Die Schotterwege der ‚wunderbaren Radwege‘ begünstigten diese Situation dann auch nicht wirklich. Und die Achillessehne schmerzte schon seit Kilometer 100 am Vortag. Unsere Freude übers Radfahren hielt sich an diesem Tag arg in Grenzen, obwohl wir landschaftlich eine wirklich schöne Strecke fuhren. Doch auch die Anzahl der gesprochenen Worte pro Stunde sank auf ein bedenkliches Tief.

Kurz gesagt: wir schafften in der angepeilten Zeit nur 100 Kilometer, deshalb baten wir Jan, uns noch 20km entgegenzufahren und uns ein Stück vor Ingolstadt abzuholen.

28 Stunden nach Antritt unserer Tour und 300 Kilometer später krochen wir also ins Auto und fuhren den Rest der Strecke nach Zell – motorisiert.
Mit etwas mehr Sauerstoff im Hirn konnten wir nach einer Stunde schon wieder lachen und reden. Hihihi.
Mal wieder eine sportliche (Grenz-)Erfahrung, die uns keiner mehr nehmen kann – auf zwei Rädern, die die Welt bedeuten <3

Danke Jui für die tolle Reise, danke Jan, dass du uns überall geholt hättest, danke liebes Rad, dass du mich so weit trägst 🙂

Zell 2.0 mit WM-Impressionen folgt 😉

angekommen in Zell
angekommen in Zell
Motivation Reisen SpreadSport Training Triathlon

Mit dem Rad Richtung Zell am See

IMG_20150824_140604„Nichts ist vergleichbar mit der einfachen Freude, Rad zu fahren“, das wusste schon John F. Kennedy.
Und weil er damit einfach recht hat, werden Jui und ich uns mit einem Rucksack auf dem Rücken und einem Rad unterm Hintern morgen auf den Weg Richtung Zell am See machen.

Irgendwo unterwegs wird uns der liebe Jan dann einsammeln, wenn er mit dem Auto nachkommt zu unserem Camping-70.3 WM-Urlaub.

Mal schauen, wie weit wir kommen. Ob wir den Weg finden und wie das Wetter so wird 😉
Auf ein gutes Abenteuer und auf dass wir ein bisschen was zu erzählen haben 🙂