Motivation Reisen SpreadSport Yoga

Surfin France

Ich bin zurück aus Südfrankreich. Zurück von der Atlantikküste. Zurück aus Seignosse.
Hinter mir liegt eine Woche voller Sonne, Strand und Meer. Ich war surfen. Wir waren surfen. Auf Exkursion mit unserer Uni. Bei dem Gedanken muss ich schmunzeln. Credit-Points sammeln unter der Sonne Frankreichs. Dafür liebe ich mein Studium.

Die Wellen zum Surfen hätten besser sein können. Die ersten zwei Tage waren sie klein, aber gut. Gut für Anfänger. Zum Ende der Woche wurden sie größer. Zu groß für Anfänger. Letztendlich waren wir dreimal mit den Brettern im Wasser. Ich habe einige Wellen gestanden und ein Gefühl fürs Wellenreiten bekommen.

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Was diesen Sport ausmacht, die Geduld aber auch auf die Probe stellt, ist die Abhängigkeit vom Wetter.
Und das ist eine wirklich Abhängigkeit. Da gibt es keine Ausweichmöglichkeiten, wie bei anderen Sportarten. Mann kann nicht mal schnell in die Halle gehen oder sich dicker anziehen. Man ist einfach voll und ganz der Natur ausgesetzt. Und wenn sie einem in die Karten spielt auch voll im Einklang mit ihr. Ich fange an die allseits bekannte „Surfermentalität“ zu verstehen…

Spannend zu beobachten ist auch, wie viel Kraft die Natur hat, um Winde wehen zu lassen, die riesige Wellen hervorbringen. Welche Kraft diese wiederum haben um krasse Strömungen zu erzeugen, gegen die man nicht ansatzweise eine Chance hat. Der Sand entweicht einfach unter deinen Füßen und reißt sie dir weg. Dann muss man einfach in Kauf nehmen, wieder an den Strand gespült zu werden – wo man doch gerade um jeden Meter gekämpft hat, den man vorwärts gekommen ist…

Wenn wir nicht im Meer waren, haben wir Yoga gemacht und endlos lange Strandspaziergänge. Ein paar mal bin ich auch im Pool geschwommen. Minimales Techniktraining in der Off-Season kann nicht schaden 😛

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Ich habe mal wieder viel erlebt und neue Seiten des Sports kennengelernt. Ich komme mit neuen Eindrücken im kalten Deutschland an und der Gedanke, der gerade hängenbleibt, ist ein sehr glücklicher.

Denn ich muss dran denken, wie oft ich dieses Jahr schon wieder meine Koffer gepackt habe und auf Reisen gegangen bin – immer des Sportes wegen.
Ob Lanzarote, Salzburg, Zell am See oder Seignosse. Die Motivation lag immer im Sport.
Ich entdecke von Monat zu Monat immer mehr von unserer Welt – durch eine Sache, die schöner und einfacher nicht sein könnte.

Und das Beste ist, dass das Jahr noch nicht zu Ende ist und noch mindestens eine Reise vor mir liegt – eine, sportlicher Natu(e)r(lich) 😉

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Motivation Reisen SpreadSport Triathlon Wettkampf

Zell am See 2.0 – Triathlon und anderer Späße

Am Mittwochabend erreichten wir zu dritt dann unseren Campingplatz. Wir konnten gerade noch im hellen die Zelte aufschlagen und uns einrichten.

Ich war seit über 10 Jahren das erste Mal wieder campen und ich muss sagen, dass ich mich damit durchaus anfreunden kann. Ein paar Tage ohne Strom, WLAN und mit langen Wegen zu Dusche und Toilette entschleunigen schon immens. Man braucht für alles einfach länger. Und das tat wirklich gut!

der Zeller See
der Zeller See

Wir hätten in und um Zell wirklich viel unternehmen können. Wir hatten einiges im Kopf, aber letztendlich genossen wir bis Samstag einfach nur das Rumliegen in der Sonne, am See.
Wenn wir mal zu einem Kaffee in die Stadt aufgebrochen sind, dann haben wir das mit unseren Rädern gemacht.

Frühstück
Frühstück

Am Samstag startete Jan dann beim offenen Rennen des 70.3 Rennens. Das war Anfang des Jahres der Grund unserer Reise gewesen. Ein bisschen Urlaub in den Bergen, mit ein bisschen Triathlon und den Lieblingsmenschen…da hatten wir wirklich einen guten Plan 😉
Unser Campingplatz hatte die tolle Eigenschaft, dass er direkt an der Laufstrecke lag und so konnten wir am See liegen und wenn Jan kam, schnell aufspringen und ihn anfeuern. Anja und Kevin waren noch zu uns gestoßen und so hatten wir ne Menge Spaß am Streckenrand.

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In der Stadt beim Zieleinlauf war unterdessen die Hölle los und man begegnete dem gemeinen Triathleten mit all seinen Facetten und in seinem Klischeeauftreten. Das Finishershirt, die Kompressionssocken, die GPS-Uhr am Handgelenk und der Rucksack vom letzten 70.3 Rennen auf dem Rücken. Die ganz harten Hunde erkannte man an den roten „M“’s auf der Wade oder sogar am Hals (!).
Wir entschieden uns dann relativ schnell wieder das Weite zu suchen 😉

Müll an der Verpflegungsstation
Müll an der Verpflegungsstation

Am Samstagmittag zog ich dann vom Campingplatz zu Patrick ins Athletenhaus um. Ich tauschte die Campingplatzatmosphäre gegen angespannte Vorstartstimmung auf einer urigen Almhütte. Es ist interessant mal auf der anderen Seite zu stehen. Nicht diejenige zu sein, die betreut wird, sondern die, die selbst betreut – und die ganze Anspannung aus einer anderen Sicht wahrzunehmen.

Am Tag X war ich mindestens genauso nervös, besonders, als ich Patrick auf der Strecke sah, als er immer wieder den Kopf schüttelte, weil einfach nichts bei ihm ging.
Da erlebt man dann die bitteren Seiten des Sports. Ein Jahr auf einen Wettkampf hintrainieren, um im Vorfeld von soviel Pech heimgesucht zu werden – das ist nicht fair. Und den Wettkampf nicht so beenden zu können, wie man sich das ein Jahr lang gewünscht hat – das ist hart.
Aber nach Regen kommt Sonne und am Ende des Tunnels scheint ein Licht. Patricks Rennbericht.

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eine Klamm irgendwo in den Bergen

Den Abend nach dem Weltmeisterschaftsrennen und den kompletten Montag versuchten wir trotzdem in den Bergen, mit der Sonne und tollen Menschen, die mitgereist waren, zu genießen! Wir badeten in einem Bergbach und sonnten uns auf den Steinen drumherum. Einfach die Ruhe genießen und die Seele baumeln lassen.

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…die Menschen rasten wohl zu wenig
Fortitude!
Fortitude!

…so endet die Geschichte von den sieben Zwergen, hinter den sieben Bergen.
Die erste Mitteldistanz-Weltmeisterschaft auf europäischem Boden fand wirklich vor einer weltmeisterlichen Kulisse statt, die wir so schnell alle nicht vergessen werden.

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Zell am See 1.0 – der Weg dorthin

Letzten Dienstag brachen Jui und ich auf, um die Welt zu erkunden. Naja. Fast. Den Süden Deutschlands zumindest. Mit einem Rucksack auf dem Rücken.
Unser Plan: einen Teil der Strecke zu unserem Campingurlaub in Zell am See mit dem Radel zurücklegen.
Die Krux: wir hatten 28 Stunden Zeit, so weit wie möglich zu kommen, bis Jan, der Dritte im Bunde, uns am Mittwochmittag irgendwo mit dem Auto einsammeln sollte.
Wir planten bis Ingolstadt zu kommen: das waren 320 km.

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Tank und Rast 😀

Der Dienstag war ein perfekter Tag zum Radeln. Angenehme 23 Grad und Sonne. Wir starteten in Mannheim und den zwei Schnatterenten auf dem Rad fiel gar nicht auf, wie schnell die Zeit und Kilometer vergingen. Wir fuhren auf schönen Radwegen, aber auch weniger tollen Landstraßen. Wir hielten alle 2-3 Stunden an einer Tanke oder am Supermarkt, um unsere Flaschen aufzufüllen und uns herrlich ungesunde Lebensmittel zuzuführen. Kurzkettige Kohlenhydrate ole ole. Wir mussten wahrhaftig fressen, um die verbrannten Kalorien wieder zu uns zu nehmen und um die 200km zu schaffen, die wir uns vorgenommen hatten.

Das Lustige ist, dass man sich ja immer mal wünscht, einfach alles essen zu können, worauf man Lust hat, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen – ohne Gedanken an einen möglichen Kalorienüberschuss zu verschwenden.

Ist man dann aber in der Situation, dass man sich mal vollstopfen darf, ja sogar muss, dann ist man von sich selbst leicht angewiedert…wie man nur so viel, in so kurzer Zeit essen kann und wie ungesund 😀 Teufelskreis!

Die Zeit verflog wie gesagt und erst nach 150 Kilometern legten wir eine längere Pause ein, in der wir irgendwo in einem Dorf hinter Schwäbisch Hall leckere Spätzle (fr)aßen.

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nach 150km vergisst man manche Manieren 😛

Nach diesem Stopp ging es dann etwas schwerfälliger wieder aufs Rad. Gut, dass wir uns dazu entschlossen hatten, so lange mit der Pause zu warten, wie es nur ging. Denn jetzt merkte man, wie müde die Beine schon waren und wie sehr man sich eigentlich sehnte, aus dieser engen Radhose auszubrechen.

Aber gut – 50 Kilometer lagen noch vor uns und gerade mit Einbruch der Dunkelheit erreichten wir unseren Homestay in Lauchheim, hinter Aalen.

Die reine Fahrtzeit waren ca. 8 Stunden. Das Suchen und Nach dem Weg fragen, nahm (trotz sorgfältiger Routenplanung im Voraus) allerdings mehr Zeit in Anspruch, als wir es kalkuliert hatten, deswegen waren die letzten Meter auf einer riesen Bundesstraße schon etwas heikel, weil düster.
Wir mussten wieder einmal feststellen, dass die Radwege in Deutschland miserabel ausgeschildert sind. Oft blieben uns einfach nur die Land- und Bundesstraßen, mit den verständnisvollen (hahaha!) Autofahrern.

Am Mittwochmorgen traten wir dann den Endspurt an. Nach viel Essen und gutem Schlaf in unserer Bed and Breakfast-Unterkunft standen noch 120 Kilometer auf dem Programm. Dass diese kein Spaß werden würden, ahnten wir spätestens dann, als unsere Hintern zum ersten Mal den Sattel berührten. Heilige Scheiße 😀

Wir hatten beide noch nie solche Schmerzen mit unserem Sitzfleisch. Nach 30 Kilometern steuerten wir die erste Apotheke an, um uns mit Zinksalbe zu versorgen. Das war schön und gut, aber ein Wunder bewirkte die auch nicht. Da half im wahrsten Sinne des Wortes nur noch: Arschbacken zusammenkneifen^^

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Nach 50 Kilometern taten dann auch zunehmend meine Schultern weh. Die Schotterwege der ‚wunderbaren Radwege‘ begünstigten diese Situation dann auch nicht wirklich. Und die Achillessehne schmerzte schon seit Kilometer 100 am Vortag. Unsere Freude übers Radfahren hielt sich an diesem Tag arg in Grenzen, obwohl wir landschaftlich eine wirklich schöne Strecke fuhren. Doch auch die Anzahl der gesprochenen Worte pro Stunde sank auf ein bedenkliches Tief.

Kurz gesagt: wir schafften in der angepeilten Zeit nur 100 Kilometer, deshalb baten wir Jan, uns noch 20km entgegenzufahren und uns ein Stück vor Ingolstadt abzuholen.

28 Stunden nach Antritt unserer Tour und 300 Kilometer später krochen wir also ins Auto und fuhren den Rest der Strecke nach Zell – motorisiert.
Mit etwas mehr Sauerstoff im Hirn konnten wir nach einer Stunde schon wieder lachen und reden. Hihihi.
Mal wieder eine sportliche (Grenz-)Erfahrung, die uns keiner mehr nehmen kann – auf zwei Rädern, die die Welt bedeuten <3

Danke Jui für die tolle Reise, danke Jan, dass du uns überall geholt hättest, danke liebes Rad, dass du mich so weit trägst 🙂

Zell 2.0 mit WM-Impressionen folgt 😉

angekommen in Zell
angekommen in Zell
Motivation Reisen SpreadSport Training Triathlon

Mit dem Rad Richtung Zell am See

IMG_20150824_140604„Nichts ist vergleichbar mit der einfachen Freude, Rad zu fahren“, das wusste schon John F. Kennedy.
Und weil er damit einfach recht hat, werden Jui und ich uns mit einem Rucksack auf dem Rücken und einem Rad unterm Hintern morgen auf den Weg Richtung Zell am See machen.

Irgendwo unterwegs wird uns der liebe Jan dann einsammeln, wenn er mit dem Auto nachkommt zu unserem Camping-70.3 WM-Urlaub.

Mal schauen, wie weit wir kommen. Ob wir den Weg finden und wie das Wetter so wird 😉
Auf ein gutes Abenteuer und auf dass wir ein bisschen was zu erzählen haben 🙂

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Bundesliga-Finale // ein Resümee

Das Wettkampfwochenende in Tübingen verlief etwas anders, als ich es mir vorgestellt hatte.
Es war nicht unbedingt schlechter, aber aufjedenfall aufregender 😉

Denn am Samstagmittag (wir fuhren schon im Bus Richtung Süden) erhielt ich die Nachricht, dass Julia krank ist und ich meine Rolle als Ersatzfrau im BuLi-Team spielen musste.

Das erste, was mir in den Kopf schoss war: Scheiße, du hast keinen Neo dabei! Im offenen Rennen wäre mir das egal gewesen, aber in der BuLi schwimme ich eh hinterher, also brauche ich dringend einen. Am besten noch einen mit integriertem Motor^^
Nicki konnte mir zwar einen Sailfish Edge leihen, aber das ist ja nicht wirklich ein Neo.

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Nunja, so habe ich wenigstens eine kleine Ausrede, warum ich unter ferner liefen aus dem Wasser stieg 😀 Unvermögen + Pech = nicht gut :/
Aber wie gesagt…nächstes Jahr werde ich eine andere sein im Schwimmen. Ich arbeite bereits dran und werde mir im Winter so richtig den A**** aufreißen 😀

Peinlich berührt stieg ich also aus dem Wasser und machte mich ans Aufholen. 5 Runden á 4,5 km auf dem Rad – alleine. Als mich die Führungsgruppe überholte konnte ich mich einige Kilometer dran hängen um festzustellen: auf den Geraden rollt man einfach locker mit, die Antritte nach den Kurven sind dafür besonders eklig. Einen habe ich verschlafen bzw. musste abreißen lassen und so fuhr ich den Rest alleine zu Ende. Außerdem verließen die Pros die Radstrecke sowieso schon eine Runde früher. Juhuu.

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Nina und ich im Anschluss an die Führungsgruppe

Als ich in die Wechselzone fuhr, sah ich Nina und Elli gerade auf die Laufstrecke gehen. Nina war natürlich schnell davongeflogen. Aber auf Elli konnte ich recht zeitig auflaufen. Der Kurs durch die Innenstadt war steil. Entweder bergauf oder bergab. Aber es gefiel mir eigentlich ganz gut.
Im Ziel hatte ich eine knappe halbe Minute rausgelaufen, was mich doch recht freudig stimmte. Ich hatte meine Platzierung zu Kraichgau um einen Platz verbessert. Hipp hipp hurra.

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durch den Radtunnel ins Ziel…

Nicht mehr Letzte. Sondern Vorletzte.
Egal, wie stolz ich sein kann, ich fühlte mich doch etwas fehl am Platz – so muss man es einfach sagen.

Die Bundesligasaison war ein Abenteuer, ein Erlebnis, wirklich eine krasse Erfahrung. Und ich würde es jederzeit wieder machen, keine Frage. Aber nur, wenn es wieder das erste Mal sein würde 😉

Es ist schon etwas deprimierend, wenn man weiß, dass man nur um die letzten Plätze kämpft und das Ziel ist, Schadensbegrenzung zu betreiben.
Aber das wusste ich bereits vor der Saison.

Der Sprung zwischen Regionalliga und Bundesliga ist ziemlich groß. Etwas zu groß. Und deshalb kommt nach den „schlechten“ Nachrichten auch gleich die Gute.
Vermutlich wird es ab nächster Saison eine 2. Bundesliga Süd geben. Im Norden gibt es nämlich schon eine, nur im Süden nicht – wer das auch immer verstehen mag?!
Und das wäre dann doch tatsächlich eine etwas leichter zu bewältigende Aufgabe.

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Nicki, Elli, Lauso und Nina

Wir sind sportlich nach unserem Premieren-Jahr wieder abgestiegen. Trotzdem bin ich stolz, ein Teil dieses Teams und Abenteuers gewesen zu sein. Man wächst ja bekanntlich mit seinen Aufgaben 🙂 und lernen konnten wir definitiv eine ganze Menge!
Auf eine weitere gemeinsame Saison mit Euch allen!
Danke auch an alle Sponsoren, die uns unterstützt haben und dieses Abenteuer erst möglich gemacht haben.

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viel unterwegs, gerade aus Salzburg zurück

Seit dem Bundesligawettkampf in Düsseldorf bin ich so unglaublich viel unterwegs gewesen, dass ich heute das erste Mal Zeit habe, die vergangenen vier Wochen revue passieren zu lassen.

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noch angeschlagen war ich in Düsseldorf nur Zuschauerin

Nach den Rennen im Kraichgau und Darmstadt war bei mir sportlich gesehen die Luft erstmal draußen. Ich war zwei Wochen krank und dann stand die Klausurenphase in der Uni auf dem Programm, sodass ich erst seit zwei Wochen wieder so richtig im Training bin.

Nach meinem Zwischenfazit stand für mich eines fest: im Schwimmen muss was passieren. Ich brauchte dringend professionelle Hilfe 😉 Die habe ich mir geholt und so arbeite ich nun seit drei Wochen explizit mit Vito an meiner Schwimmtechnik. Das wirkt sich aufjedenfall schon positiv an meiner „Lust aufs Schwimmen“ aus – und wird sich mit Sicherheit auch bald an den Ergebnissen bemerkbar machen.

Ansonsten habe ich viel Zeit mit Büchern (und der besten Lerngruppe, die man sich wünschen kann ;)) auf dem Campus verbracht. Habe gearbeitet und war viel mit Patrick unterwegs.

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mit Melone und Eis für die Klausuren gewappnet 🙂

Mal hier Kaffeetrinken, mal da Stand-up-paddeln, ein Abend im Park verbringen und dort mal Eisessen gehen. Ein Geburtstag hier, eine Feier da. Beim Ironman Frankfurt oder beim Römerman in Ladenburg zuschauen… es gab immer was zum „unterwegs sein“.

Es tut irgendwie gut, das „Sportding“ mal nur nebenher laufen zu lassen und gleichzeitig fehlt einem schon etwas.

Eine coole Sache war auch, dass ich (durch den Grundkurs in der Uni) wieder verhältnismäßig viel geturnt habe – sowohl im Grundkurs, als auch beim adh-cup in Karlsruhe. Toll, dieses Bewegungsgefühl zu erleben und festzustellen, dass man doch noch vieles beherrscht. 10 Jahre Turnen hinterlassen halt schon Spuren 😉

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adh-cup Karlsruhe die Goethe-Uni-Mädels 🙂

Und nachdem ich alle Klausuren und Prüfungen für dieses Semester absolviert hatte, war ich dann in den vergangenen Tagen mit Patrick bei Manuel&Edith in Salzburg. Ein paar knackige Trainingseinheiten in den Bergen absolvieren.

Wir sind im Fuschlsee geschwommen, was der absolute Traum fürs Freiwasserschwimmen ist. Klarer und sauberer kann das Wasser kaum sein und umgeben von Bergen, freut man sich bei jedem Atemzug über die tolle Kulisse.

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der Fuschlsee

Und Radfahren in den Bergen – dazu braucht es sowieso kaum Worte. Berge zu besteigen oder mit dem Fahrrad zu erklimmen ist einfach unbeschreiblich. Der Schweiß und die Schmerzen, die man auf dem Weg nach oben zurücklässt, werden durch die Aussicht entlohnt.

Und auch das Gefühl, wie unbedeutend und klein man doch im Verhältnis zu diesen riesigen Bergen, Seen und Landschaften ist – ist einzigartig.

Ich bin zum Fuschlsee und zum Königssee gefahren, auf die Postalm, vorbei am Wolfgangsee…wobei die Postalm-Runde wohl eine der härtesten Touren war, die ich bisher gefahren bin. 2.400 Höhenmeter auf 110 Kilometer. Wobei 800 Höhenmeter innerhalb von 8 Kilometern hoch zur Postalm zu bewältigen waren.

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von Salzburg nach Deutschland zum Königssee 😉
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die Auffahrt zur Postalm – ein Blick zurück

Aber auch hier entschädigte der Blick, die Sonnenstrahlen und vorallem die Abfahrt ins Tal.

Oder auch Ediths selbstgemachte Marillenknödel nach der Tour 🙂

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…die haben wir uns verdient 😉

Nun bin ich wieder zuhause. Meine Beine und ich genießen zwei Ruhetage, ehe es am Wochenende zum Saisonfinale nach Tübingen geht.

Motivation Reisen SpreadSport Training Triathlon Wettkampf

Bilder im Kopf

Vor 14 Tagen sind wir alle in Frankfurt hochmotiviert ins Flugzeug gestiegen, um uns auf Lanzarote den Schliff für die anstehende Saison zu holen.
Die zwei Wochen sind vorbei und es wird Zeit zu resümieren, auch Zeit über ein Gefühl nachzudenken, das man nur im Trainingslager erlebt. Und Zeit zu fragen, was bleibt.

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Ein Tag im Mikrokosmos Trainingslager dauert viel länger, als ein All-Tag. Und was wesentlich bedeutsamer ist: er ist viel intensiver! Auch auf Lanzarote.
Intensiv, weil man sich stets bemühte, den Kopf und Körper in Einklang zu bringen.
Es fing beim Aufstehen an. Wie fühlt man sich? Tut irgendwas weh? Hat man Muskelkater oder schwere Beine? Man checkt die Motivation. Freut man sich auf den Tag? Kann es losgehen?
Während der Schwimmeinheit tastete man sich an eine grobe Prognose der Tagesform ran. Schwimmt man das Programm locker ab oder fällt einem jeder Armzug schwer? Wird es ein zäher Tag oder läuft es wie von selbst? Beides gab es!
Das Frühstück war dann die erste Belohnung und gleichzeitig die wichtigste Grundlage für den Tag. Eier, Speck, Gemüse, Brot, Pfannenkuchen, Joghurt, Obst. Von allem. Reichlich.Ein, zwei Stündchen verdauen und ab aufs Rad.

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Hier begegnete man dem intensivsten Part. 4, 5, 6 Stunden auf zwei Räder, die die Welt bedeuten – mit zwei Beinen, die immer schwerer werden, einem Hintern, der immer empfindlicher wird. Und einem Kopf, der den Körper steuert und die umliegende Natur aufnimmt.
Man verspürt während langen Ausfahrten auf der einen Seite enorme Anstrengungen und auf der anderen Seite ein unbeschreibliches Glück und das Gefühl mit der Insel zu verschmelzen.
Es ist das Gefühl jeden Stein am Wegesrand zu kennen und jeden Anstieg mit Kraft und Wille gemeistert zu haben. Jeden Hubbel in seinem Hintern gespürt und gegen alle Windböen erfolgreich angekämpft zu haben. Man weiß, dass jeder Sonnenstrahl die Abdrücke der Radklamotten eingebrannt und die Schweißperlen von der Stirn hat rinnen lassen.
Dieses Wissen ließ die Feuerberge noch kontrastreicher erscheinen, das Meer noch blauer und die Aloe Vera Pflanzen vor Orzola  noch stärker leuchten, den Wind und die Sonne noch intensiver wahrnehmen.

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Jede Ausfahrt ist und bleibt ein Abenteuer und auch eine winzig kleine Fahrt zu dem „Sich-selbst“, das man im Alltag vielleicht manchmal verliert.
Du weißt (im wahrsten Sinne) nie, woher der Wind weht. Du weißt nie, wie fit deine Beine sind oder wie hart du heute zu dir selbst sein musst. Du bist einfach eins mit der Natur und kämpfst nur ums „Überleben“, ums Ankommen. Weit weg vom Alltag. Mit viel Zeit – mit dir.

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Eines der schönsten Gefühle war dann das Ankommen. Die Dusche wäscht den Sand von Armen und Beinen, den der Wind in Famara hinterlassen hat. Die Orangen, Schokolade, Oreo-Kekse oder der Salat schmeckten saftiger und leckerer als sie es sonst getan hätten.
Besonders, nachdem zwei Engel das Problem der Oreo-Knappheit durch einen Massenkauf für immer beseitigt haben.
Nach einem ausgiebigen Abendessen fiel man mit einer angenehmen Schwere ins Bett, die einen schnell ins Land der Träume beförderte. Ehe ein neuer Tag begann. 14 Mal.

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Im Grunde haben wir auch in diesem Trainingslager nichts getan, außer unsere Grundbedürfnisse zu befriedigen: wir haben uns angestrengt, ausgeruht, gegessen, getrunken und geschlafen. Das getan, was im Alltag eher nebenbei passiert. Uns zwei Wochen nur darauf konzentriert.
Und das macht einen so glücklich, lebendig und stark – obwohl man immer müder wird und es nichts anderes weit und breit gibt.

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Dieses Gefühl würden wir niemals erleben, wenn wir mit dem Auto irgendwohin reisen würden. Wir würden Landschaften trotzdem schön und bewundernswert finden können – als Radfahrer erleben wir sie aber wesentlich lebendiger und lieben sie viel mehr, als es andere Leute je können werden.

Was festzuhalten bleibt: wir konnten alle mindestens unser geplantes Trainingspensum erfüllen, hatten dabei traumhafte Bedingungen und viel Spaß. Wir sind unserer Topform ein bedeutendes Stück näher gekommen und wissen für die kommenden Jahre, welch entscheidende Rolle ein ausreichender Vorrat an Oreo-Keksen spielt…

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Motivation Reisen SpreadSport Training Triathlon Wettkampf

Halbzeit Trainingslager

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Status quo: Costa Teguise. Sonntag. 5. April. Ostersonntag. Wolkig. 18° C. Ruhetag. Die Oreo-Kekse sind leer.

Die erste Woche des Trainingslagers auf der Vulkaninsel ist vorbei und wir haben viel erlebt. Nicht nur trainingstechnisch sind wir voran gekommen, auch die Insel haben wir schon fleißig erkundigt – was ohne unseren Touri-Guide und „beinahe“-Einheimischen, Adi, unmöglich gewesen wäre.

Zwei Belastungsblöcke stecken in unseren Armen und Beinen – das macht 25 bis 35 Trainingsstunden. Hauptsächlich Radfahren, aber auch einige Schwimm- und Laufkilometer.

Das Wetter ist wirklich perfekt. Heute ist es etwas bewölkt, aber auch das Wetter darf sich mal ausruhen. Und besser es ruht sich aus, wenn wir es auch tun, damit wir morgen gemeinsam in die letzten Belastungstage starten können.
Denn bisher wurden wir von 20-25° C und Sonne richtig verwöhnt und gebräunt.

Doch wie sieht ein Tag in einem Trainingslager des TV Bad Orb eigentlich aus?
Das fragen sich die Klatsch- und Tratschmagazine auf RTL und ProSieben schon seit Jahren und endlich ist es an der Zeit dieses Geheimnis zu lüften:

Im Trainingslager befindet man sich immer in einem Mikrokosmos, der wirklich interessant zu durchleben ist. Man konzentriert sich auf 2-3 Trainingseinheiten pro Tag, Essen und Schlafen (deshalb ist es besonders schlimm, dass die Oreo Kekse leer sind!)

Dinge, die zuhause sonst nebenbei geschehen, bilden hier plötzlich den Lebensmittelpunkt.
Wann frühstücke ich, damit ich gestärkt, aber nicht mit vollem Bauch aufs Rad gehe?
Sollte ich noch etwas schlafen, bevor die Trainingseinheit losgeht oder eher danach oder vielleicht beides?
Esse ich am Abend genug, dass es für die lange Ausfahrt am nächsten Tag reicht?

Das sind Fragen, die es in einem Trainingslager zu klären gilt.
Und vor allem: Wer kauft die nächste Packung Oreo Kekse?
Zuhause ist man froh, wenn das Training überhaupt in den Tagesplan passt und hier haben wir zwei Wochen den Luxus, uns über nichts anderes den Kopf zu zerbrechen.
Deshalb ist es gut, am Ruhetag mal die Hotelanlage zu verlassen und mit Reiseführer Adi die Insel zu erkunden. Pflichtprogramm ist dabei immer ein Mittagessen in einer Tapas-Bar.

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Ansonsten darf die Reisegruppe die Freizeitaktivität frei wählen. Das lief bisher auf eine Busfahrt durch die Feuerberge des Nationalparks „Timanfaja“ hinaus und die Erkundung des Markts und der Bars in Teguise.
Doch nicht nur an den Ruhetagen erleben wir Kultur und Kulinarik der ersten Klasse. Auch während der Trainingstage geht es heiß her.
Dabei zaubert Sternekoch Jürgen mit seinen Kochlehrlingen immer ein vorzügliches, selbstgekochtes und energiereiches Abendessen – mit Vorspeise, Hauptspeise, Nachspeise, versteht sich. Serviert mit einem einheimischen Bier oder Wein der Saison ein vorzüglicher Tagesabschluss.
Dieses abendliche Highlight findet auf der Terrasse der Ferienwohnung 1076 statt. Dabei wird der vergangene Tag resümiert und der Kommende geplant.
Es kommen bewegende Gesprächsthemen auf wie: „Geben wir der streunenden Katze ein Stück Fischhaut?“, „Können wir Skifahren, wenn wir zurück nach Deutschland kommen?“, „Wie stelle ich die Klopffunktion meiner Polar-Uhr aus?“, „Was denkt die Putzfrau, wenn sie einen Mülleimer voller Bierdosen entleert“ oder „Warum hat die Eintracht schon wieder nur 2:2 gespielt?“.

Wie gesagt, ein Mikrokosmos, der zuhause schwer zu durchbrechen sein wird…

P.S.: die Oreo-Kekse sind immer noch leer!

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