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Bundesliga-Finale // ein Resümee

Das Wettkampfwochenende in Tübingen verlief etwas anders, als ich es mir vorgestellt hatte.
Es war nicht unbedingt schlechter, aber aufjedenfall aufregender 😉

Denn am Samstagmittag (wir fuhren schon im Bus Richtung Süden) erhielt ich die Nachricht, dass Julia krank ist und ich meine Rolle als Ersatzfrau im BuLi-Team spielen musste.

Das erste, was mir in den Kopf schoss war: Scheiße, du hast keinen Neo dabei! Im offenen Rennen wäre mir das egal gewesen, aber in der BuLi schwimme ich eh hinterher, also brauche ich dringend einen. Am besten noch einen mit integriertem Motor^^
Nicki konnte mir zwar einen Sailfish Edge leihen, aber das ist ja nicht wirklich ein Neo.

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Nunja, so habe ich wenigstens eine kleine Ausrede, warum ich unter ferner liefen aus dem Wasser stieg 😀 Unvermögen + Pech = nicht gut :/
Aber wie gesagt…nächstes Jahr werde ich eine andere sein im Schwimmen. Ich arbeite bereits dran und werde mir im Winter so richtig den A**** aufreißen 😀

Peinlich berührt stieg ich also aus dem Wasser und machte mich ans Aufholen. 5 Runden á 4,5 km auf dem Rad – alleine. Als mich die Führungsgruppe überholte konnte ich mich einige Kilometer dran hängen um festzustellen: auf den Geraden rollt man einfach locker mit, die Antritte nach den Kurven sind dafür besonders eklig. Einen habe ich verschlafen bzw. musste abreißen lassen und so fuhr ich den Rest alleine zu Ende. Außerdem verließen die Pros die Radstrecke sowieso schon eine Runde früher. Juhuu.

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Nina und ich im Anschluss an die Führungsgruppe

Als ich in die Wechselzone fuhr, sah ich Nina und Elli gerade auf die Laufstrecke gehen. Nina war natürlich schnell davongeflogen. Aber auf Elli konnte ich recht zeitig auflaufen. Der Kurs durch die Innenstadt war steil. Entweder bergauf oder bergab. Aber es gefiel mir eigentlich ganz gut.
Im Ziel hatte ich eine knappe halbe Minute rausgelaufen, was mich doch recht freudig stimmte. Ich hatte meine Platzierung zu Kraichgau um einen Platz verbessert. Hipp hipp hurra.

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durch den Radtunnel ins Ziel…

Nicht mehr Letzte. Sondern Vorletzte.
Egal, wie stolz ich sein kann, ich fühlte mich doch etwas fehl am Platz – so muss man es einfach sagen.

Die Bundesligasaison war ein Abenteuer, ein Erlebnis, wirklich eine krasse Erfahrung. Und ich würde es jederzeit wieder machen, keine Frage. Aber nur, wenn es wieder das erste Mal sein würde 😉

Es ist schon etwas deprimierend, wenn man weiß, dass man nur um die letzten Plätze kämpft und das Ziel ist, Schadensbegrenzung zu betreiben.
Aber das wusste ich bereits vor der Saison.

Der Sprung zwischen Regionalliga und Bundesliga ist ziemlich groß. Etwas zu groß. Und deshalb kommt nach den „schlechten“ Nachrichten auch gleich die Gute.
Vermutlich wird es ab nächster Saison eine 2. Bundesliga Süd geben. Im Norden gibt es nämlich schon eine, nur im Süden nicht – wer das auch immer verstehen mag?!
Und das wäre dann doch tatsächlich eine etwas leichter zu bewältigende Aufgabe.

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Nicki, Elli, Lauso und Nina

Wir sind sportlich nach unserem Premieren-Jahr wieder abgestiegen. Trotzdem bin ich stolz, ein Teil dieses Teams und Abenteuers gewesen zu sein. Man wächst ja bekanntlich mit seinen Aufgaben 🙂 und lernen konnten wir definitiv eine ganze Menge!
Auf eine weitere gemeinsame Saison mit Euch allen!
Danke auch an alle Sponsoren, die uns unterstützt haben und dieses Abenteuer erst möglich gemacht haben.

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viel unterwegs, gerade aus Salzburg zurück

Seit dem Bundesligawettkampf in Düsseldorf bin ich so unglaublich viel unterwegs gewesen, dass ich heute das erste Mal Zeit habe, die vergangenen vier Wochen revue passieren zu lassen.

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noch angeschlagen war ich in Düsseldorf nur Zuschauerin

Nach den Rennen im Kraichgau und Darmstadt war bei mir sportlich gesehen die Luft erstmal draußen. Ich war zwei Wochen krank und dann stand die Klausurenphase in der Uni auf dem Programm, sodass ich erst seit zwei Wochen wieder so richtig im Training bin.

Nach meinem Zwischenfazit stand für mich eines fest: im Schwimmen muss was passieren. Ich brauchte dringend professionelle Hilfe 😉 Die habe ich mir geholt und so arbeite ich nun seit drei Wochen explizit mit Vito an meiner Schwimmtechnik. Das wirkt sich aufjedenfall schon positiv an meiner „Lust aufs Schwimmen“ aus – und wird sich mit Sicherheit auch bald an den Ergebnissen bemerkbar machen.

Ansonsten habe ich viel Zeit mit Büchern (und der besten Lerngruppe, die man sich wünschen kann ;)) auf dem Campus verbracht. Habe gearbeitet und war viel mit Patrick unterwegs.

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mit Melone und Eis für die Klausuren gewappnet 🙂

Mal hier Kaffeetrinken, mal da Stand-up-paddeln, ein Abend im Park verbringen und dort mal Eisessen gehen. Ein Geburtstag hier, eine Feier da. Beim Ironman Frankfurt oder beim Römerman in Ladenburg zuschauen… es gab immer was zum „unterwegs sein“.

Es tut irgendwie gut, das „Sportding“ mal nur nebenher laufen zu lassen und gleichzeitig fehlt einem schon etwas.

Eine coole Sache war auch, dass ich (durch den Grundkurs in der Uni) wieder verhältnismäßig viel geturnt habe – sowohl im Grundkurs, als auch beim adh-cup in Karlsruhe. Toll, dieses Bewegungsgefühl zu erleben und festzustellen, dass man doch noch vieles beherrscht. 10 Jahre Turnen hinterlassen halt schon Spuren 😉

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adh-cup Karlsruhe die Goethe-Uni-Mädels 🙂

Und nachdem ich alle Klausuren und Prüfungen für dieses Semester absolviert hatte, war ich dann in den vergangenen Tagen mit Patrick bei Manuel&Edith in Salzburg. Ein paar knackige Trainingseinheiten in den Bergen absolvieren.

Wir sind im Fuschlsee geschwommen, was der absolute Traum fürs Freiwasserschwimmen ist. Klarer und sauberer kann das Wasser kaum sein und umgeben von Bergen, freut man sich bei jedem Atemzug über die tolle Kulisse.

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der Fuschlsee

Und Radfahren in den Bergen – dazu braucht es sowieso kaum Worte. Berge zu besteigen oder mit dem Fahrrad zu erklimmen ist einfach unbeschreiblich. Der Schweiß und die Schmerzen, die man auf dem Weg nach oben zurücklässt, werden durch die Aussicht entlohnt.

Und auch das Gefühl, wie unbedeutend und klein man doch im Verhältnis zu diesen riesigen Bergen, Seen und Landschaften ist – ist einzigartig.

Ich bin zum Fuschlsee und zum Königssee gefahren, auf die Postalm, vorbei am Wolfgangsee…wobei die Postalm-Runde wohl eine der härtesten Touren war, die ich bisher gefahren bin. 2.400 Höhenmeter auf 110 Kilometer. Wobei 800 Höhenmeter innerhalb von 8 Kilometern hoch zur Postalm zu bewältigen waren.

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von Salzburg nach Deutschland zum Königssee 😉
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die Auffahrt zur Postalm – ein Blick zurück

Aber auch hier entschädigte der Blick, die Sonnenstrahlen und vorallem die Abfahrt ins Tal.

Oder auch Ediths selbstgemachte Marillenknödel nach der Tour 🙂

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…die haben wir uns verdient 😉

Nun bin ich wieder zuhause. Meine Beine und ich genießen zwei Ruhetage, ehe es am Wochenende zum Saisonfinale nach Tübingen geht.

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Kleines Zwischenfazit eines großen Abenteuers

So schnell geht’s. Schwupps die schwupps ist die erste Hälfte der Saison schon vorbei. Zeit für einen kleinen Rückblick auf unser großes Abenteuer.

Der traditionelle Auftakt beim Kinzigtal Triathlon in Gelnhausen verlief erfreulich. So ein erstes Rennen ist ja immer spannend. Man trainiert sich ein halbes Jahr vorher dumm und dämlich, weiß, dass man fit ist und will dementsprechend natürlich gute Zeiten sehen. Ob das dann auch wirklich so klappt, ist die andere Frage.

julia und lauso
Vorstart-Lächeln

Im Rad und Laufen war ich wirklich zufrieden. Auf dem Rad hatte ich ordentlich Druck in den Beinen und beim Laufen eine für mich bis dato Bestzeit im Triathlon zu verbuchen.

Bei der Analyse vom Schwimmen kam ich für mich nicht so glimpflich davon. Ich wusste beim besten Willen nicht, was diese mieserablen 8:44 Minuten zu bedeuten hatten.

Okay, es war arschkalt beim Start und ich vielleicht nicht aufgewärmt genug? Ich hatte überwiegend in einem 25er Becken trainiert, vielleicht war es auch der Umstieg auf die 50er Bahn…

Naja. Mal schauen wie es schwimmtechnisch so weitergeht, dachte ich mir.

Mit einem 6. Gesamtplatz war ich aber doch zufrieden und verbuchte den Saisonauftakt als Erfolg.

Das Wochenende drauf kam es dann zum Showdown in Buschhütten. Und das war wirklich ein sehr besonderes Wochenende. Bundesligastart.

Der kleine TV Bad Orb zwischen Olympiastartern und Weltcupsiegern. Ohweia 🙂

Ich hatte noch Schonfrist und war heilfroh mir das Spektakel nach meinem Start in der offenen Wertung erstmal von außen anzuschauen.

Vom Schwimmen der vorigen Woche in Gelnhausen angefressen, wollte ich jetzt einiges gut machen. Und das gelang mir auch. 8:23 Minuten an der Wechselmatte bedeuteten eine Zeit kanpp unter 8 Minuten im Becken und das freute mich doch sehr.

Buschhütten (8)
swim

Was in Gelnausen noch gut lief – das Radfahren – wurde dafür jetzt zur Katastrophe. Ich war müde von der zwischenzeitlichen Trainingswoche und das merkte ich auf dem Rad. Aber darüber machte ich mir keine Gedanken. Dass ich eigentlich Radeln kann, weiß ich. Naja und mit müden Beinen läuft es sich halt auch nicht ganz so flux. Aber ich sammelte trotzdem noch einige Läuferinnen ein.

Buschhütten (1)
der Druck in den Beinen fehlte

Top 10 overall am Ende ging völlig in Ordnung und der Grund warum wir eigentlich angereist waren, waren ja die Bundesligawettkämpfe. Und die haben mächtig Gaudi gemacht.

Als Format mussten die Mädels im Teamwettkampf ran. 300 m Staffelschwimmen, 20 km Rad mit Windschattenfreigabe und 5 km Laufen. Schieben, Ziehen, Drücken, Schreien, Fluchen, Anfeuern – alles erlaubt. Und als der Startschuss im Buschhüttener Schwimmbad ertönte war das schon ein tolles Gefühl. Der Startschuss für eine aufregende Saison. Der Startschuss, der die lange, harte Vorbereitung und das Warten aufs Kräftemessen beendete.

All out!

Was mit diesem Startschuss aber auch verbunden war und uns die ersten zwei Bundesliga-Rennen begleitete (und auch die letzten zwei Rennen begleiten wird), war eine gewisse Ernüchterung.

Im Schwimmen können wir halt im Vergleich zu den anderen Mädels NIX. Rein gar nix.

Und diese Feststellung ist schon bitter.

Wir wussten, dass wir wahrscheinlich als letzte aus dem Wasser steigen würden. Das war uns allen klar, als wir die Zeiten der letzten Jahre in der Vorbereitung analysierten.

Aber dieses „wahrscheinlich“ lässt halt doch noch Platz für kleine Träume.

Und die zerplatzten spätestens als man sah, dass Elli (unsere beste Schwimmerin) schon nach 50 m im Pool deftig abgehängt wurde. Krasser Scheiß!

Dass wir uns persönlich im Schwimmen diese Saison wahrscheinlich alle verbessert haben und es für uns das Maximale war, das wir leisten konnten – scheint da irgendwie nebensächlich.

Auf dem Rad gaben die Girls dann ordentlich Gas und auch beim Laufen musste sich keiner schämen. Aber dieses Schwimmen hängt einem wie ein Klotz am Bein. In der Bundesliga musst du eine brutale Schwimmerin sein, ansonsten hast du verloren!

Das Format mit Windschattenfreigabe macht den Triathlon zu einem anderen Sport. Ein Sport, in dem es egal ist, ob man stark auf dem Rad ist oder gut laufen kann. Es ist der Sport, in dem du verlierst, wenn du als letzte aus dem Wasser kommst und keine Radgruppe mehr erwischst.

Und wir kamen bisher immer als letzte aus dem Wasser – somit haben wir sportlich das Rennen schon verloren, bevor es richtig angefangen hat.

Das mag sehr negativ klingen. Aber wie gesagt haben wir uns mit diesem Gedanken schon während der gesamten Vorbereitung angefreundet und den Ausflug in die Bundesliga deshalb auch stets als „Abenteuer“ betitelt.

Es ist ein Abenteuer in einer anderen Sportart. So kann man es eigentlich schon sagen.

Aber trotzdem ist es mega cool, mit all den Weltstars an der Startlinie zu stehen.

Deshalb überwog auch die Freude im Ziel in Buschhütten. Dass man dabei war, die Premiere gemeistert hat und einfach ein Teil von dem ganzen Trubel war.

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die stolzen Mädels beim Zieleinlauf

Und man darf auch nicht vergessen, dass wir – egal wie professionell wir das ganze betreiben – immer noch Hobby-Athleten sind! Wir haben alle einen Job oder ein Studium zu meistern – oder beides.

Während die Profis sich nach einer harten Einheit erholen könne, müssen wir auf die Arbeit.

Das ist gar nicht schlimm, nur muss man es sich einfach mal bewusst machen, um all die erbrachten Leistungen richtig einzuordnen.

Eine Woche später entschied ich mich spontan mein drittes Rennen innerhalb drei Wochen zu absolvieren – den Kinzigman in Langenselbold. Sprint. Kurz. Knackig. Mega schön.

Und das ist bekanntlich immer der erste Triathlon im Jahr, in dem man im See schwimmt – im wunderschönen Kinzigsee.

Zusammenfassend verlief es wie in Gelnhausen. Schwimmen: naja, Wechsel: top, Rad: gut, Wechsel: top, Laufen: super gut.

Mein Split beim Laufen (5km) betrug exakt 22:00 Minuten. Um 45 Sekunden die Bestzeit von Gelnhausen pulverisiert. Yihaaa. Läuft bei mir 😉

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Zieleinlauf beim Kinzigman

Overall 6. Die Top 10 sind mir diese Saison gewogen 🙂

Ich ging nach diesen drei Wettkampfwochen aufjedenfall mit einem guten Gefühl in den Endspurt und Feinschliff für meinen ersten Bundesligastart im Kraichgau.

Drei Wochen mit Fokus aufs Schwimmen und knackigen Koppeleinheiten.

Und ja, dann war es auch schon so weit. Das Kraichgau-Wochenende stand bevor und ich habe es wirklich in vollen Zügen genossen.

Anreise am Freitag mit kurzer Vorbelastung bei schweißtreibenden Temperaturen.

Samstag den ganzen Tag im Hotel verbracht, um der Sonne zu entgehen und fit für das Rennen am Abend zu sein.

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Team <3
Kraichgau (6)
wuhuuu – hier hat jeder sogar sein eigenes Namensschildchen 😉
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fertig tätowiert

Und bäääm – der Startschuss. Die ersten 100 Meter konnte ich beim Schwimmen dran bleiben und dann lief alles nach Plan 😀 wir Orber Mädels schwammen 650 Meter gemeinsam als letzte hinterher.

schnelle Beine
schnelle Beine

An den Füßen von Julia stieg ich mit 1:10 Minuten Rückstand aus dem Wasser. Und scheiße war ich blau. In der Wechselzone konnte ich mich nichtmal daran erinnern, dass man besser erst den Helm aufsetzt und dann erst das Rad nimmt. Aber die Leute schrien es mir von außen zu. Echt lustig, wie man sich in 13 Minuten im Wasser abschießen kann. Dann sah ich auf dem Boden nicht mal die Linie an der ich aufs Rad steigen durfte – aber auch das schrie man mir von außen zu 😀

Die ersten zwei Runden auf dem Rad dachte ich, ich fahr gleich in den Graben, aber dann wurde es besser…

Mit Ann konnte ich gemeinsame Sachen machen und wir fuhren die 20 km zu zweit in 33:22 Minuten (die Spitzengruppe fuhr das mit 20 Leuten in 28:15 Minuten).

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Ann und ich auf dem Rad

Beim Laufen lief ich das für mich Mögliche – 22:09 Minuten.

Im Ziel war ich einfach nur erledigt. Ich dachte, ich könnte nie wieder aufstehen, so hat es sich angefühlt.

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K.O.

Der für mich schnellste Wettkampf bisher. Zum Saisonhöhepunkt konnte ich alles abrufen und mich so richtig abschießen. Well done.

Der Blick auf die Ergebnisliste ist dann doch wieder ernüchternd. Mit einer für mich mega zufriedenstellenden Leistung – tatatataaaa: Letzte. Ohweia 😀

Aber das war und ist mir egal.

Das wusste ich vorher und das ist auch nicht der Grund, warum ich gestartet bin.

Ich bin wahrscheinlich die stolzeste Letzte, die jemals ins Ziel gekommen ist 😉

Es war einfach diese megamäßige Herausforderung. Der Plan, sich zu verbessern, 6 Monate hartes Training und 4 atemberaubende Wettkampf-Wochenenden in ganz Deutschland. Mit allem was dazu gehört und dem Besten, was die Sprintdistanz in Deutschland zu bieten hat.

JUST BE PART OF IT

Und als wäre diese körperliche und emotionale Reizüberflutung nicht schon genug, fragte mich Adi, als ich nach einer Stunde endlich wieder ansprechbar war, ob es arg schlimm wäre, wenn ich morgen für das zweite Team in Darmstadt aushelfen würde…

Ich musste erstmal was essen, aber danach sagte ich zu. Klar, wir sind ein Team!!!

12 Stunden nach dem härtesten Rennen meines Lebens stand ich also beim Woogsprint in Darmstadt an der Startlinie und freute mich immer noch meines Lebens.

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Nummerngirl – das Problem bei Zweifachstart 😀

Die Zeitstrafe, die wir wegen zu spätem Einchecken bekamen, nahm ich wohl am lockersten hin.

Das Rennen heute war Zugabe.

Und zwar eine sehr gute, wie sich danach herausstellte.

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Zugabe am Woog

Solides Schwimmen, ordentliches Radfahren, super Lauf. Ohne die Zeitstrafe von einer Minute wäre ich 3. gewesen. Mit der zusätzlichen Minute 6.

Wunderbar!

Die Zeit für dieses längst überfällige Zwischenfazit habe ich gefunden, da ich seit einer Woche völlig ausgenockt und mit einer miesen Erkältung im Bett verbringe.

Aber wenn ich die vergangenen Wochen gerade mal Revue passieren lasse, dann hat mein Körper jedes Recht dazu mal die Notbremse zu ziehen. War ja nicht gerade entspannt 😉

Leider fällt damit auch mein Start am Wochenende beim 3. und vorletzten Bundesliga-Rennen ins Wasser.

Aber Gesundheit steht über allem und ich muss erstmal wieder fit werden, um den letzten Teil der Saison so gut zu beenden, wie der erste sich angelassen hat 🙂
Nach Regen kommt Sonne 😉

P.S.: Respekt, wer das bis zum Ende gelesen hat :)))))

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juhuuu
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stay THR33KY 🙂
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TV Bad Orb
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Saisonstart

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Letzten Sonntag bin ich bei unserem Heimwettkampf in die Saison gestartet.
Als 6. overall (1. AK) bin ich ganz zufrieden 🙂
Auch wenn das Schwimmen katastrophal war, hatte ich gut Druck auf meinem neuen Flitzer und Laufen ging auch ganz gut.
Ich freu mich auf die nächsten Wettkämpfe.

Aber nicht nur wettkampftechnisch ging es los.
Die Woche zuvor hatten wir Team-Fotoshooting und sind komplett mit Kiwami und Cube-Klamotten eingekleidet worden. Mit den neuen Rädern ging es außerdem zum Bikefitting. Dank Tilo sitzen wir jetzt richtig 😉

Am kommenden Wochenende geht es dann zum Bundesligaauftakt nach Buschhütten.
Der Teamsprint steht für die Mädels an.
Als Ersatzfrau starte ich morgens in der offenen Wertung und drücke später alle Daumen 🙂

Vorfreude ist die schönste Freude…

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Bilder im Kopf

Vor 14 Tagen sind wir alle in Frankfurt hochmotiviert ins Flugzeug gestiegen, um uns auf Lanzarote den Schliff für die anstehende Saison zu holen.
Die zwei Wochen sind vorbei und es wird Zeit zu resümieren, auch Zeit über ein Gefühl nachzudenken, das man nur im Trainingslager erlebt. Und Zeit zu fragen, was bleibt.

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Ein Tag im Mikrokosmos Trainingslager dauert viel länger, als ein All-Tag. Und was wesentlich bedeutsamer ist: er ist viel intensiver! Auch auf Lanzarote.
Intensiv, weil man sich stets bemühte, den Kopf und Körper in Einklang zu bringen.
Es fing beim Aufstehen an. Wie fühlt man sich? Tut irgendwas weh? Hat man Muskelkater oder schwere Beine? Man checkt die Motivation. Freut man sich auf den Tag? Kann es losgehen?
Während der Schwimmeinheit tastete man sich an eine grobe Prognose der Tagesform ran. Schwimmt man das Programm locker ab oder fällt einem jeder Armzug schwer? Wird es ein zäher Tag oder läuft es wie von selbst? Beides gab es!
Das Frühstück war dann die erste Belohnung und gleichzeitig die wichtigste Grundlage für den Tag. Eier, Speck, Gemüse, Brot, Pfannenkuchen, Joghurt, Obst. Von allem. Reichlich.Ein, zwei Stündchen verdauen und ab aufs Rad.

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Hier begegnete man dem intensivsten Part. 4, 5, 6 Stunden auf zwei Räder, die die Welt bedeuten – mit zwei Beinen, die immer schwerer werden, einem Hintern, der immer empfindlicher wird. Und einem Kopf, der den Körper steuert und die umliegende Natur aufnimmt.
Man verspürt während langen Ausfahrten auf der einen Seite enorme Anstrengungen und auf der anderen Seite ein unbeschreibliches Glück und das Gefühl mit der Insel zu verschmelzen.
Es ist das Gefühl jeden Stein am Wegesrand zu kennen und jeden Anstieg mit Kraft und Wille gemeistert zu haben. Jeden Hubbel in seinem Hintern gespürt und gegen alle Windböen erfolgreich angekämpft zu haben. Man weiß, dass jeder Sonnenstrahl die Abdrücke der Radklamotten eingebrannt und die Schweißperlen von der Stirn hat rinnen lassen.
Dieses Wissen ließ die Feuerberge noch kontrastreicher erscheinen, das Meer noch blauer und die Aloe Vera Pflanzen vor Orzola  noch stärker leuchten, den Wind und die Sonne noch intensiver wahrnehmen.

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Jede Ausfahrt ist und bleibt ein Abenteuer und auch eine winzig kleine Fahrt zu dem „Sich-selbst“, das man im Alltag vielleicht manchmal verliert.
Du weißt (im wahrsten Sinne) nie, woher der Wind weht. Du weißt nie, wie fit deine Beine sind oder wie hart du heute zu dir selbst sein musst. Du bist einfach eins mit der Natur und kämpfst nur ums „Überleben“, ums Ankommen. Weit weg vom Alltag. Mit viel Zeit – mit dir.

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Eines der schönsten Gefühle war dann das Ankommen. Die Dusche wäscht den Sand von Armen und Beinen, den der Wind in Famara hinterlassen hat. Die Orangen, Schokolade, Oreo-Kekse oder der Salat schmeckten saftiger und leckerer als sie es sonst getan hätten.
Besonders, nachdem zwei Engel das Problem der Oreo-Knappheit durch einen Massenkauf für immer beseitigt haben.
Nach einem ausgiebigen Abendessen fiel man mit einer angenehmen Schwere ins Bett, die einen schnell ins Land der Träume beförderte. Ehe ein neuer Tag begann. 14 Mal.

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Im Grunde haben wir auch in diesem Trainingslager nichts getan, außer unsere Grundbedürfnisse zu befriedigen: wir haben uns angestrengt, ausgeruht, gegessen, getrunken und geschlafen. Das getan, was im Alltag eher nebenbei passiert. Uns zwei Wochen nur darauf konzentriert.
Und das macht einen so glücklich, lebendig und stark – obwohl man immer müder wird und es nichts anderes weit und breit gibt.

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Dieses Gefühl würden wir niemals erleben, wenn wir mit dem Auto irgendwohin reisen würden. Wir würden Landschaften trotzdem schön und bewundernswert finden können – als Radfahrer erleben wir sie aber wesentlich lebendiger und lieben sie viel mehr, als es andere Leute je können werden.

Was festzuhalten bleibt: wir konnten alle mindestens unser geplantes Trainingspensum erfüllen, hatten dabei traumhafte Bedingungen und viel Spaß. Wir sind unserer Topform ein bedeutendes Stück näher gekommen und wissen für die kommenden Jahre, welch entscheidende Rolle ein ausreichender Vorrat an Oreo-Keksen spielt…

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Halbzeit Trainingslager

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Status quo: Costa Teguise. Sonntag. 5. April. Ostersonntag. Wolkig. 18° C. Ruhetag. Die Oreo-Kekse sind leer.

Die erste Woche des Trainingslagers auf der Vulkaninsel ist vorbei und wir haben viel erlebt. Nicht nur trainingstechnisch sind wir voran gekommen, auch die Insel haben wir schon fleißig erkundigt – was ohne unseren Touri-Guide und „beinahe“-Einheimischen, Adi, unmöglich gewesen wäre.

Zwei Belastungsblöcke stecken in unseren Armen und Beinen – das macht 25 bis 35 Trainingsstunden. Hauptsächlich Radfahren, aber auch einige Schwimm- und Laufkilometer.

Das Wetter ist wirklich perfekt. Heute ist es etwas bewölkt, aber auch das Wetter darf sich mal ausruhen. Und besser es ruht sich aus, wenn wir es auch tun, damit wir morgen gemeinsam in die letzten Belastungstage starten können.
Denn bisher wurden wir von 20-25° C und Sonne richtig verwöhnt und gebräunt.

Doch wie sieht ein Tag in einem Trainingslager des TV Bad Orb eigentlich aus?
Das fragen sich die Klatsch- und Tratschmagazine auf RTL und ProSieben schon seit Jahren und endlich ist es an der Zeit dieses Geheimnis zu lüften:

Im Trainingslager befindet man sich immer in einem Mikrokosmos, der wirklich interessant zu durchleben ist. Man konzentriert sich auf 2-3 Trainingseinheiten pro Tag, Essen und Schlafen (deshalb ist es besonders schlimm, dass die Oreo Kekse leer sind!)

Dinge, die zuhause sonst nebenbei geschehen, bilden hier plötzlich den Lebensmittelpunkt.
Wann frühstücke ich, damit ich gestärkt, aber nicht mit vollem Bauch aufs Rad gehe?
Sollte ich noch etwas schlafen, bevor die Trainingseinheit losgeht oder eher danach oder vielleicht beides?
Esse ich am Abend genug, dass es für die lange Ausfahrt am nächsten Tag reicht?

Das sind Fragen, die es in einem Trainingslager zu klären gilt.
Und vor allem: Wer kauft die nächste Packung Oreo Kekse?
Zuhause ist man froh, wenn das Training überhaupt in den Tagesplan passt und hier haben wir zwei Wochen den Luxus, uns über nichts anderes den Kopf zu zerbrechen.
Deshalb ist es gut, am Ruhetag mal die Hotelanlage zu verlassen und mit Reiseführer Adi die Insel zu erkunden. Pflichtprogramm ist dabei immer ein Mittagessen in einer Tapas-Bar.

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Ansonsten darf die Reisegruppe die Freizeitaktivität frei wählen. Das lief bisher auf eine Busfahrt durch die Feuerberge des Nationalparks „Timanfaja“ hinaus und die Erkundung des Markts und der Bars in Teguise.
Doch nicht nur an den Ruhetagen erleben wir Kultur und Kulinarik der ersten Klasse. Auch während der Trainingstage geht es heiß her.
Dabei zaubert Sternekoch Jürgen mit seinen Kochlehrlingen immer ein vorzügliches, selbstgekochtes und energiereiches Abendessen – mit Vorspeise, Hauptspeise, Nachspeise, versteht sich. Serviert mit einem einheimischen Bier oder Wein der Saison ein vorzüglicher Tagesabschluss.
Dieses abendliche Highlight findet auf der Terrasse der Ferienwohnung 1076 statt. Dabei wird der vergangene Tag resümiert und der Kommende geplant.
Es kommen bewegende Gesprächsthemen auf wie: „Geben wir der streunenden Katze ein Stück Fischhaut?“, „Können wir Skifahren, wenn wir zurück nach Deutschland kommen?“, „Wie stelle ich die Klopffunktion meiner Polar-Uhr aus?“, „Was denkt die Putzfrau, wenn sie einen Mülleimer voller Bierdosen entleert“ oder „Warum hat die Eintracht schon wieder nur 2:2 gespielt?“.

Wie gesagt, ein Mikrokosmos, der zuhause schwer zu durchbrechen sein wird…

P.S.: die Oreo-Kekse sind immer noch leer!

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Motivation Training

Die Kunst der Ausdauer

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oder: die Schule des Lebens

In der Schule, in der Uni, selbst im Berufsleben wird einem oft vermittelt, dass Intelligenz und Wissen Fähigkeiten von besonderer Wichtigkeit sind.
Doch was viele vergessen – Ausdauer und Wille, die Fähigkeit, auch nach Niederlagen weiterzumachen und an einer Sache dranzubleiben – sind viel wesentlichere Eigenschaften für ein glückliches und erfolgreiches Leben.

Und wo lernt man so etwas besser als im Sport?

In einem aktuellen Spiegel-Artikel geht es um die Kunst der Konzentration („Dranbleiben, bitte“ 11/2015 von Kerstin Kullmann) und da rät die Psychologin Carol Dweck:
„Nur wer Kindern vermittelt, dass sie mit Anstrengung und Training mehr erreichen können [als mit bloßer Intelligenz], gebe ihnen Kontrolle über ihr eigenes Handeln“.

Und Ernst Pöppel (Prof. für Medizinische Psychologie) ergänzt: „Man muss die Erfahrung machen, sich selbst zu überwinden. Die eigene Faulheit. Immer wieder.“

Die Ratschläge der Wissenschaftler beziehen sich zwar in diesem Zusammenhang eher aufs Lernen, doch nichts anderes ist das im Sport.
Denn was ist eine super VO2max-Leistung (=Intelligenz) ohne den nötigen Grips zwischen den Ohren und dem Willen, diese „Intelligenz“ zu nutzen?

Sich für Trainingseinheiten aufraffen – auch wenn draußen schlechtes Wetter ist oder man mal keine Lust hat, wenn das Sofa eigentlich die bequemere Variante wäre und der Arbeitstag schon lange genug war…sich überwinden, das ist die Kunst des „Dranbleibens“, die Kunst der Ausdauer. Und ein Schritt zum Erhalten dieser großartigen Fähigkeit.

Um mit einer Metapher von James Heckman (Wirtschaftsnobelpreisträger) zu schließen:
„Das Leben ist kein Sprint. Es ist ein Marathon“.