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Abenteuer Türkei

Triathlon

 

Eine Reise lebt von den Menschen denen man begegnet, von der Mentalität dieser Menschen und den Erlebnissen, die am Ende eine bunte Geschichte ergeben.

 

Belek City
Belek City

Allzu bunt fällt die Geschichte dieser Reise in vielen Teilen leider nicht aus.
Während unseres Aufenthalts in der Türkei hofften wir vergeblich auf Menschen, die uns ihr Lächeln schenkten und uns mit Herzlichkeit begegneten.
Etwas beängstigend, bedenkt man, dass diese Menschen doch vom Tourismus leben.
Die Tatsache, dass wir in einem All-Incluse-Hotel wohnten, konnte es jetzt auch nicht rausreißen. Im Speisesaal herrschte ein harter Kampf um die meisten Kalorien. Als Triathlet isst man (gerade vor einem Wettkampf) ja selbst Unmengen, aber das Benehmen der Urlauber und die Einstellung zum (Fr)essen hat mich wirklich schockiert. Mit welcher Treistigkeit und Unverschämtheit sich die Teller vollgeschaufelt wurden…Vermutlich muss man sich jeden Cent, den man bezahlt hat wieder zurückholen.

Mit Linda, Flo, Johannes, Paul und Matthias hatten Patrick und ich aber angenehme Zeitgenossen, mit denen wir wenigstens untereinander lachen konnten 😉
Die Jungs waren alle zum Ironman 70.3 hergekommen, wir zwei Mädels zum Supporten.

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Da der Wettkampf zum ersten Mal in der Türkei ausgetragen wurde, fehlte es in der Vorbereitung und Organisation etwas an Erfahrung und im Wettkampf an etwas Fingerspitzengefühl – zum Beispiel wenn ich an die wilden Zeitstrafenverteilung des Kampfrichters auf dem Rad denke.
Die Radstrecke war ziemlich abenteuerlich. Wir sind sie zuvor mit dem Auto abgefahren. Ich wäre sie nicht mal im Training freiwillig gefahren un die Jungs mussten sich im Wettkampf dort drüber kämpfen. Von Schotterpisten, über Kopfsteinpflaster, riesigen Pfützen, rauem Asphalt, brutal scharfen Kurven, bis hin zu Hühnern auf der Straße war alles dabei.
Da alle heil durchgekommen sind, kann man im Nachhinein schmunzeln und es als „abwechslungsreiche Strecke“ abhaken. Bei der Streckenbesichtigung verging uns für ein paar Stunden allerdings das Lachen.

Das Rennen war als Zuschauerin und Freundin ziemlich nervenaufreibend. Man weiß wie viel Arbeit in so einer Vorbereitung steckt, erlebt den Aufwand, die Disziplin mit, kennt die Erwartungen und Träume und alles was sonst noch dahinter steht; da soll doch dann bitte im Wettkampf auch alles passen!

Ironman swimDeshalb verzweifelt man dann schonmal kurz, wenn man an der Verpflegungsstelle wartet und kein Freund in Sicht ist. Dabei war Patrick doch die ganze Zeit in der ersten Verfolgergruppe.
Eine umstrittene Zeitstrafe lässt die großen Träume dann mal wieder zerplatzen.
Meine Rolle als Motivatorin an der Laufstrecke sollte ich jetzt also richtig gut spielen.
Ich verpasste Patrick verbal mehrere Arschtritte und brüllte ihm den Rückstand aufs Podium zu – der Gott sei Dank zügig schmolz.
Ich rannte von der Laufstrecke ins Ziel, um ihn dort zu empfangen, wusste aber nicht, auf welcher Position er sich dort befand. Mein Puls stieg also auch stetig.
Nach 3:59 Stunden ließ mich die Erleichterung über Platz 3 einige Freudensprünge machen.

Paul und Patrick auf dem Podium - wie geil ist das denn?!
Paul und Patrick auf dem Podium – wie geil ist das denn?!

Ironman 70.3 Turkey

Den Abend verbrachten wir feiernd, mit billigem Alkohol im All-Inclusive Hotel und gaben ein kleines Vermögen auf der Bowling-Bahn aus 😀
Am Montag brutzelten wir dann am wunderschönen (vorsicht Ironie) hoteleigenen Strand. Nachdem wir die Fliegen Leid waren, die sich aufgrund des vielen Mülls auch auf uns setzten, flüchteten wir an den Pool. Dort ließ es sich aushalten und die Poolbar war ja zum Glück nicht weit – all-inclusive sei Dank :-O

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