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1. Darmstädter Beer Mile nach Premiere jetzt schon Kult

Man nehme eine Aschebahn, acht Kästen Braustübl und ein Dutzend unerschrockener Leistungssportler und erhalte ganz großen Sport.
Was sich gestern Abend im Bürgerpark abspielte, wird noch in Jahrzehnten für Gesprächsstoff und Furore sorgen. Denn dort trafen sich zum ersten Mal die härtesten Beer-Miler aus Frankfurt und Darmstadt.

Es galt den König der Disziplinen Laufen&Saufen zu krönen. Was sich zunächst plakativ anhört, ist in Wirklichkeit harter Leistungssport.

die Hochleistungssportler im Bürgerpark
die Hochleistungssportler im Bürgerpark

Während Amateursportarten wie Duathlon und Triathlon lediglich muskulär und kardiovaskulär belastend sind, ist der Bier-Meilen Sport nicht nur für Muskulatur und Herzkreislaufsystem, sondern besonders für den Gastrointestinaltrakt eine außergewöhnliche Herausforderung.

Für all diejenigen, die noch nichts von der immer populärer werdenden Sportart gehört haben –
das internationale Reglement legt folgenden Ablauf fest:
4x 0,355 ml Bier trinken und 4x400m laufen.
Erst saufen, dann laufen. Das Ganze vier Mal. Wer kotzt, muss eine extra Runde drehen. Wer später kotzt, ist länger schnell.

Nachdem der Startschuss gefallen war und das Helle nur so schäumte, waren die ersten Milliliter noch Genuss für die meisten Teilnehmer. Doch bereits in der ersten Kurve kamen die Zuschauer auf ihre Kosten! Denn schon hier trennte sich die Spreu vom Weizen beziehungsweise der Mageninhalt von seinem Athlet.
Muntere Geräusche und Gerüche galt es zu bestaunen.

alle Teilnehmer sind hochkonzentriert
alle Teilnehmer starten hochkonzentriert in den Wettkampf

Aufgrund der Zuschauerfreundlichkeit überlegten die Veranstalter bereits eine Olympiabewerbung abzuschicken, entschieden sich dann aber doch dagegen. Sie sehen diese absolut saubere Sportart zur Zeit einfach nicht unter den, für Substanz-Missbrauch bekannten, fünf Ringen.

Cheforganisator Patrick Lindner versuchte sich nach der ersten Flasche Braustübl in der ersten Runde abzusetzen und ein Zeichen zu setzen. Seine Taktik ging jedoch nicht auf und es blieb beim Versuch. So weit vorne wurde er das ganze Rennen nicht mehr gesichtet.
Stattdessen lief Geheimfavorit Thomas John aus Frankfurt zu Höchstformen auf.
Er perfektionierte das hemmungslose Rülpsen ohne zu Kotzen mit Bravour und konnte im Laufen von seiner vergangenen Triathlon-Karriere zehren. Im Zieleinlauf zunächst noch souverän lächelnd, sah man ihm die Strapazen wenige Minuten später doch deutlich an. Es sprudelte nur so aus ihm heraus.

Den zweiten Platz sicherte sich solide der Franzose Thomas Pignede. Er hatte vom außergewöhnlichen Event in Südhessen gehört und trat an, um die französischen Farben zu vertreten. Mit Erfolg.
Er hatte sich auf die harte Wettkampfbelastung gut vorbereitet. So erzählte er, dass er noch am Vorabend das „Auf-Ex-Trinken“ geübt habe und anschließend die Treppen in seiner WG hoch und runter gesprintet sei. Und auch ernährungstechnisch schien er einiges richtig gemacht zu haben. Im Zielinterview mit der Weltpresse verriet er seinen Geheimtrick: „Salzige Cracker 1,5 Std vor Wettkampfbeginn bereiten den Magen exzellent auf alle bevorstehenden Strapazen vor!“

Daran hätte sich Initiator Patrick Lindner ein Beispiel nehmen können. Er berichtete zwar, dass er bereits seit Tagen Wasser aus einer Braustübl Flasche trinke, mit der Hoffnung seinen Körper beim Anblick der Flasche im Wettkampf zu überlisten. „Ich dachte, ich würde das Bier dann einfach runterbekommen, in dem ich denke: ist doch bloß Wasser“. Doch unglücklicherweise wurde er von seinem Körper überlistet und war der am meisten im-Strahl-kotzende Athlet des Abends. Aber auch dieser Titel muss verdient werden und so schien er am Ende gar nicht so unzufrieden zu sein.

Platz drei sicherte sich Lokalmatador Christian Mokros. Der Darmstädter hatte während des gesamten Rennens ein Lächeln auf den Lippen. Ein Beweis, mit wie viel Leidenschaft die Teilnehmer diesen Sport betreiben.

Tapfer schlug sich auch Palina Dubino, einzige Dame im Feld. Wie hart diese Sportart ist bekam sie am eigenen Leib zu spüren. Sie stand kurz vor einem DNF, sammelte aber, unter den Anfeuerungen der Zuschauer nochmal alle Kräfte zusammen und finishte in guten 47 Minuten. Die Schlussrunde lief sie zusammen mit allen anderen Teilnehmern. Denn Fair-Play und Zusammenhalt wird in diesem Ausnahmesport groß geschrieben.

Um einen internationalen Vergleich zu gewähren: Die Weltrekordzeit des Kanadiers Corey Bellemore in 4:34 Minuten ist um 2 Minuten schneller als die von Sieger Thomas John. Hier scheint noch etwas Potential zu schlummern. Aber wer ist beim ersten Mal schon perfekt?

Was der Kult-Triathlon im Allgäu ist, das wird die Beer Mile in den nächsten Jahren für Darmstadt sein, da sind sich alle Insider einig – auch, wenn es einige Teilnehmer zum Kotzen fanden.

Nach der überaus erfolgreichen Veranstaltung steht die Idee einer Winterlauf-und-Sauf-Serie oder eines „Best out of 7-Modus“ im Raum. Über alle Entwicklungen der Veranstaltung werdet ihr hautnah auf dieser Seite informiert! Oder hier.

Ruhm und Ehre für Euch Gewinner!

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